Nationalratswahl 2019

Hörbiger gibt Rendi einen Korb

Die Schauspielerin befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung und nimmt keine Termine wahr.

Wien. Die Schauspielerin Christiane Hörbiger lehnt ein Gespräch mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ab. Hörbiger hatte am Wochenende ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz per Video-Botschaft unterstützt und die von der SPÖ orchestrierte Abwahl des Bundeskanzlers als "vollkommen verblödet" und Infragestellen der Republik kritisiert. Rendi-Wagner lud Hörbiger daraufhin zum persönlichen Gespräch ein.
 
Von Hörbiger kam dazu am Montag eine Absage. "Aufgrund eines Unfalls befinde ich mich seit Kurzem in ärztlicher Behandlung und nehme derzeit keine Termine wahr", ließ die Schauspielerin die APA via SMS wissen. "Zum Misstrauensvotum gegen Sebastian Kurz habe ich meine Meinung bereits gesagt. Ich werde auch keine Fragen sowie Anrufe beantworten oder sonstige Termine wahrnehmen", so Hörbiger weiter. Die prominente Kurz-Unterstützerin plant demnach keine weiteren Auftritte im laufenden Wahlkampf zur Nationalratswahl am 29. September.
 

Rendi lässt nicht locker

 
 
 

Aufreger-Story

 

ÖSTERREICH hatte den Aufreger bereits am Sonntag im Blatt. Frühmorgens ging das Video online: Schauspieler-Ikone Christiane Hörbiger (Die Guldenburgs) zog in dem von der ÖVP verbreiteten „Wir für Kurz“-­Video über SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner her. Sie zeigte sich empört über den Misstrauensantrag, mit dem ihr Idol Sebastian Kurz – und die ganze Regierung – das Amt verlor. Dass die SPÖ den Antrag eingebracht hatte, sei „vollkommen verblödet“, sprach sie Rendi direkt an.

"Senile Dame plappert 
irgendeinen Schwachsinn"

Die SPÖ-Chefin lud Hörbiger zum Gespräch ein. Rendis Wahlkampfleiter Christian Deutsch befand: Kurz habe die Abwahl im Parlament nicht verkraftet.

Der SP-Wien-Mandatar Thomas Reindl nannte Hörbiger eine „senile alte Dame“, die „irgendwelchen Schwachsinn daherplappert“.

Video zum Thema: Rendis Antwort auf Hörbiger-Wut-Video