Franz Fischler

Ex-Politiker könnten Kurz folgen

Wer Übergangskanzler werden soll

Löger könnte Kanzler einfach nur vertreten. Franz Fischler gilt als „Lieblingsvariante“.

Sollte der Misstrauensantrag am Montag gegen Sebastian Kurz durchgehen, wäre er vom Parlament als Kanzler abgesetzt. Bundespräsident Alexander Van der Bellen würde ihn dann – davon gehen Experten aus – weiter mit der vorläufigen Fortführung der Geschäfte betrauen, bis er einen neuen Übergangskanzler angeloben könnte. Sebastian Kurz würde Österreich – eine Vertretung durch den Vizekanzler ist nicht möglich – beim EU-Sonderrat am Dienstag in Brüssel vertreten.

Löger könnte Kurz als Kanzler nachfolgen

Kompromiss. Sollte nur der Misstrauensantrag gegen Kurz – nicht aber einer gegen die gesamte Regierung – durchgehen, könnte der Bundespräsident seinen Vizekanzler mit den Geschäften des Kanzlers beauftragen. In diesem Fall wäre VP-Vizekanzler Hartwig Löger die offizielle Vertretung des Kanzlers. Er könnte das bis zur Nationalratswahl im Herbst und anschließender Bildung ­einer neuen Regierung bleiben, oder nur für begrenzten Zeitraum, bis ein neuer von Van der Bellen gefundener Kanzler käme.

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Heinz Fischer, Hartwig Löger und auch Franz Fischler gelten als mögliche Kandidaten.

Franz Fischler gilt als "idealer" Kandidat

Zeichen. Ex-EU-Kommissar Franz Fischler gilt unter Experten als „idealer“ Kandidat für den etwaigen Übergangskanzler. Er war langjähriger VP-Politiker, ist in der SPÖ wohlgelitten und könnte Österreich auch in Brüssel und international gut repräsentieren. In der Hofburg tendiert man einen VP-Mann – da die ÖVP stimmenstärkste Partei sei – im Notfall zu nominieren.

Fischer gefragt. In der SPÖ hofft man auf Ex-Bundespräsident Heinz Fischer. Er gilt als Politprofi und ist international vernetzt. Der Haken: Er gilt in ÖVP und FPÖ als „zu sehr SPÖ“. Daher ist auch Ex-Verfassungsgerichtshofpräsident Gerhart Holzinger im Gespräch. Dieser wird zwar allseits respektiert, habe aber keine Politerfahrung. Auch Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker wird genannt.

Weitere mögliche Kandidaten

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Ex-VfGH-Präsident Gerhart Holzinger, Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker und Ex-Außenministerin Benita Ferrero-Waldner
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