Die Impfneid-Debatte hat auch ihr Gutes

Das sagt ÖSTERREICH

Die Impfneid-Debatte hat auch ihr Gutes

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Chefredakteur und Herausgeber Werner Schima.

Die Erregung über die Bürgermeister und andere Würdenträger, die sich bei der Impfung vordrängeln, ist verständlich. Und es entspricht nicht den Priorisierungsregeln, die in Österreich für die Impfkampagne aufgestellt wurden.

Unbestritten: Das gehört sich nicht, ist nicht sehr sympathisch und sozial verantwortungslos, gleichgültig, welche Ausreden dafür aus dem Hut gezaubert werden.

ABER: Diese Impfneid-Debatte hat auch ihre positive Seite. Denn, siehe da: Das Vakzin macht einen rapiden Image-Wandel durch. Auf einmal ist es kein gefährliches Gift mehr, kein teuflischer Trick, mit dem unsere Regierung im Bund mit Illuminaten unsere Hirne manipulieren, um uns endgültig zu unterjochen. 

Plötzlich ist die Spritze ein begehrtes Gut, um das sich alle reißen, die fürchten, zu spät an die Reihe zu kommen. Das jeder haben will. Plötzlich ist der Impfstoff in der öffentlichen Meinung doch der lang erwartete Hoffnungsträger, der uns endlich aus der immer enger werdenden Umklammerung der Pandemie befreien kann.

Tatsächlich signalisieren die Umfragen bereits eine höhere Impfbereitschaft. Wie die aktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (siehe rechts) zeigt, wollen sich bereits 60 Prozent der Österreicher „sicher“ oder „eher ja“ impfen lassen. Tendenz steigend.   

Eigentlich sollten alle Nicht-Corona-Leugner den Impf-Sündern also dankbar sein. 

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