Wer Österreich jetzt crasht, wird vom Wähler abgewatscht

Das sagt ÖSTERREICH

Wer Österreich jetzt crasht, wird vom Wähler abgewatscht

Unser Land ist in den letzten Tagen nicht nur eine „Republik der Schande“, sondern zu allem Überdruss auch noch unregierbar geworden.

Die blauen „Red Bull Brothers“ haben das Regierungs-Auto in ihrem Macht-Vollrausch so brutal gegen die Wand geknallt, dass dabei fast alles kaputtgehen kann, was diese türkis-blaue Regierung in den letzten Monaten aufgebaut hat: die positive Stimmung, die diesem Land so gut­getan hat. Die Dynamik, die wir digital und unternehmerisch so dringend gebraucht hätten. Die Steuer-Ersparnis und steigende Kaufkraft, auf die wir alle gehofft haben. Und das kleine, aber feine Wirtschaftswachstum, das unsere Chance war.

Mit einer „b’soffenen Gschicht“, die das wahre Denken der „Red Bull Brothers“ offenbart hat, wurde alles ruiniert: die Regierung, die Wirtschaft – vor allem aber das Vertrauen in die Anständigkeit der Politik.

Sebastian Kurz hat in dieser Situation das einzig Mögliche getan: Er hat Neuwahlen angesagt – weil ja kein zurechnungsfähiger Mensch nach diesem Video so weiterregieren kann, als hätte es diese Enthüllung des wichtigen Regierungspartners und seiner beiden Chef-Kumpanen nicht gegeben.

Kurz hat dabei offenbar eines nicht bedacht: Dass es in diesem Land genug politisch Irre gibt, die aus diesem Desaster politisches Kleingeld schöpfen wollen.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich habe volles Verständnis dafür, dass Peter Pilz seiner Zwergerl-Liste neues Leben einhauchen will, indem er versucht, mit einem Misstrauens-Antrag gegen die Regierung Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist Show. Vielleicht für ihn eine Gaudi. Und ungefährlich, solange diese Irrsinns-Idee von einer 2-%-Partei betrieben wird.

Ich habe aber absolut kein Verständnis dafür, dass die macht­besoffenen Amok-Fahrer der FPÖ, nachdem sie dieses Land fast ruiniert haben, aus rein pubertärer Rache jetzt nachtreten, indem sie versuchen, jenen Kanzler, mit dem sie so lange als „beste Freunde“ zusammengearbeitet haben, umzubringen.

Und ich sehe überhaupt keine Perspektive darin, wenn ausgerechnet die SPÖ, die diese Republik über viele Regierungen aufgebaut hat, sie jetzt mit einem Regierungs-Sturz unregierbar machen will.

Respekt habe ich nur vor den Neos, die diesen Irrsinn nicht mitmachen. Das ist politische Verantwortung – Hut ab. Da taucht am Horizont eine neue, spannende ­Regierungspartei auf.

Ein Misstrauensvotum mit Kanzler-Sturz bedeutet: Unser Land würde geschlagene sechs Monate stillstehen. Das Wirtschaftswachstum würde ins Minus rutschen, die Arbeitslosenzahlen würden explodieren. Die so lange erhoffte Steuersenkung würde ebenso wenig stattfinden wie jede weitere Reform.

Ein Kanzler-Sturz bedeutet zwar einen bis auf die Unterhose blamierten „Basti fantasti“ – in Wahrheit sind die Opfer aber die Bürger – wir alle –, die an diesem Chaos verzweifeln werden.

SPÖ und FPÖ, die sich kurzfristig über ihren „Streich“ vielleicht freuen, würden – wenn sie die Regierung wirklich komplett stürzen – bei den Neuwahlen für dieses egoistisch motivierte Attentat abgestraft werden.

Sebastian Kurz würde zum Märtyrer – er könnte bei einer Neuwahl dann wohl fast auf eine „Absolute“ hoffen, wenn die Bürger nach sechs Monaten Stillstand wieder eine dynamische Regierung wollen.

Kein Experten-Team – selbst wenn es vom genialen Heinz Fischer angeführt wird – kann jemals in sechs Monaten eine eingespielte Regierung und einen Kanzler ersetzen. Wir hätten Stillstand in diesem Land.

Sebastian Kurz soll die türkis-blaue Suppe, die er uns eingebrockt hat, gefälligst auch auslöffeln. Jetzt soll er zeigen, was er kann, wie er dieses Land wieder auf die Überholspur und in den Gewinner-Modus bringt.

Rendi-Wagner und Norbert Hofer sollen bis Montag sehr ernsthaft überlegen, ob sie die Verantwortung für sechs Monate Stillstand übernehmen.

Und Sebastian Kurz soll sich dringend überlegen, wie er auf die Opposition zugehen kann. Präpotenz und Selbstüberschätzung sind nicht mehr gefragt – wir brauchen jetzt Zusammen­arbeit und Miteinander.

Wir alle müssen das von den Blauen gecrashte Regierungs-Wrack wieder flottbekommen – daran sollte jeder mitarbeiten. Wer das nicht tut, sondern unser Land crasht – der wird von den Wählern abgestraft werden. Und zwar gewaltig.

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