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Das sagt ÖSTERREICH

Der Impfpflicht-Streit lähmt die Impf-Kampagne

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Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.

Seit Tagen streitet das ganze Land über die Einführung der Impfpflicht. Kaum ein Fa­milientreffen, Stammtisch-Gespräch oder ­Büro-Tratsch, der sich derzeit nicht um dieses Thema dreht.

Dass die Stimmung dermaßen aufgeheizt ist, haben sich sowohl Regierung als auch Kritiker (allen voran die FPÖ) auf die Fahnen zu heften. Es braucht hier dringend eine Abrüstung der Worte (und wohl auch mal ein Machtwort des schweigenden Bundespräsidenten).

Durch diesen lautstark ausgetragenen Impfpflichtstreit ist das eigentlich zentrale Thema in Vergessenheit geraten: Wie steigern wir die Impfquote – vor allem die so wichtigen Drittimpfungen. Nur durch ständiges Wiederholen bei Pressekonferenzen, wie wichtig die Impfung ist, wird sich daran auch nicht viel ändern.

Von einer groß angelegten (und dringend notwendigen) Impfkampagne fehlt weit und breit jede Spur.

Die angedachte Impfprämie wird – wenn überhaupt – nur in einer abgespeckten Form kommen.

Die Impfpflicht ist – in der derzeitigen Form – völlig zahnlos und damit wohl auch sinnlos. Anstatt die nächsten zwei Wochen also weiter um die Einführung eines Gesetzes zu streiten, das ohnehin nicht einmal kontrolliert wird, sollte sich die Regierung endlich überlegen, wie sie die Impfquote steigern will. Die Impfpflicht wird dafür jedenfalls zu wenig sein …

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