Rettet uns nur noch die Idee "Geld für alle"?

Das sagt ÖSTERREICH

Rettet uns nur noch die Idee "Geld für alle"?

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.

Unsere Regierung beginnt zu zittern. So wie Macron, Merkel, sogar Trump zittern. Die gesamte Weltwirtschaft fährt in den Abgrund. Und wir sind voll dabei.

Schon eine Woche ohne Einnahmen war für unsere heimischen Betriebe nur schwer zu verdauen – aber alle hoffen noch, dass die Geschäfte kommenden Montag wieder aufsperren.

Diese Hoffnung beginnt freilich von Tag zu Tag zu schwinden, weil der Anstieg an Corona-Infizierten natürlich nicht in kürzester Zeit nachlässt. Mittlerweile sieht alles danach aus…

  • … als würden die Geschäfte bis Ostern geschlossen bleiben.
  • … und als würden die Schulen sogar bis zu den Sommer­ferien zugesperrt bleiben. Wiedersehen erst im September!

Die Regierung hat rasch erkannt, dass die Stimmung vermutlich schon nächste Woche vom Verständnis kippen kann zu Sorge und echter Existenz-Angst und dass vor allem bei den (kleinen) Unternehmern der Weg zu Verzweiflung, Zorn und lautstarker Wut nicht mehr weit sein wird.

Unter diesem Aspekt ist das eindrucksvolle 38-Milliarden-Rettungspaket zu sehen. 23 Milliarden sind – wichtige – Staatshilfen bei den Steuerzahlungen, Kreditbesicherungen, Kurzarbeit. Ein Not-Programm für jene vielen Betriebe, die gerade gegen die Wand fahren.

15 Milliarden sind „echte“ Schadens-Wiedergutmachung – das, was die Regierung den von den Schließungen betroffenen (kleineren) Unternehmen zahlen will. 15 Milliarden klingt extrem viel – das kann zumindest im Handel den Umsatz-Einbruch von rund drei Monaten ersetzen.

Die Frage ist nur: Wer kurbelt unsere Wirtschaft wieder an, wenn sie drei Monate stillsteht?

Donald Trump hat gestern ein interessantes Modell präsentiert: 5.000 Dollar geschenkt für jeden US-Steuerzahler, damit er wieder einkaufen geht. Dieses „Geld-Geschenk“, mit dem Trump seine Wahl gewinnen will, wird überall kommen – auch in Europa. Ob sich Sebastian Kurz traut, es als erster ­Europäer anzusagen?

Das wäre wirklich mutig. Das könnte uns – wenn das Ärgste vorbei ist – zurück auf die ­Siegerstraße bringen.



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