Josef Pröll in Brüssel

Lungenembolie

Zustand von Pröll völlig unverändert

Der Finanzminister hat die Nacht "gut verbracht", braucht aber Ruhe.

Der Zustand des an einer Lungenembolie erkrankten Vizekanzlers Josef Pröll (V) ist laut der Innsbrucker Universitäts-Klinik unverändert. Nach Angaben seines Sprechers geht es dem Finanzminister dem Umständen entsprechend gut, er hat die Nacht "gut verbracht", in den nächsten Tagen benötige er aber "absolute Ruhe". Pröll sei weiterhin "wach und völlig stabil", er werde voraussichtlich bis Mittwoch zur Beobachtung im Spital bleiben müssen.

Atemnot
Der Finanzminister hatte beim Skifahren im Zillertal über Atemprobleme geklagt und wurde mit einem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen.  Bereits in den letzten Tagen hatte er zunehmende an Atemnot gelitten. Laut dem Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Universitätsklinik für Innere Medizin, Otmar Pachinger, erlitt der Vizekanzler einen Lungeninfarkt: "Er hatte eine Beinvenenthrombose, das heißt einen Verschluss einer Vene am Unterschenkel und die dürfte offensichtlich ein Lungengefäß verlegt haben". In den nächsten Tagen müsse er eine Blutverdünnung erhalten. Pröll sei aber sonst "klinisch völlig stabil".

Keine Termine
Pröll wird aller Voraussicht nach in der gesamten nächsten Woche keine politischen Termine wahrnehmen können. Er wird damit u.a. beim Ecofin-Rat am Montag sowie beim Ministerrat und der Nationalratssondersitzung zur Atom-Politik nach der Katastrophe in Japan am Dienstag und beim Treffen der Europäischen Volksparteien im Rahmen des EU-Rates am Donnerstag in Brüssel fehlen.

Der Vizekanzler hatte bereits im Dezember 2009 eine Thrombose erlitten als er mit seiner Frau nach Mauritius geflogen war.

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