Feuerwehr-Einsätze

Böschungsbrände sorgen für Zug-Chaos

Wer am Mittwochabend mit dem Zug auf der Weststrecke oder auf der Südbahnstrecke unterwegs war, brauchte Geduld: Böschungsbrände legten den Zugverkehr komplett lahm. Lange Wartzeiten waren die Folge.

Verzögerungen auf der Weststrecke: Am Mittwochabend hat der Brand in einer Böschung zwischen dem Bahnhof St. Pölten und dem Tullnerfeld zu Unterbrechungen geführt. Die Feuerwehr war im Einsatz. Die Züge mussten die Dauer der Sperre abwarten. Die ÖBB informierten ihre Fahrgäste darüber, dass der Betrieb zwischen mehreren Stationen nicht möglich war. "Planen Sie in diesem Bereich derzeit bis zu 90 Minuten mehr Reisezeit ein", hieß es auf der ÖBB-Homepage. 

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Für Reisende im Regional- und S-Bahn-Verkehr wurde zwischen St. Pölten Hauptbahnhof und dem Bahnhof Tullnerfeld ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angefordert. Auch die Strecke bis Pottenbrunn bzw. Böheimkirchen ist betroffen. Fernverkehrszüge wurden laut ÖBB umgeleitet.

Weststrecke wieder freigegeben

Um knapp vor 18.30 Uhr veröffentlichte die ÖBB ein Update zu den Zug-Unterbrechungen und berichtete, dass die Züge zwischen St. Pölten Hauptbahnhof und dem Bahnhof Tullnerfeld, sowie bis Böheimkirchen Bahnhof wieder fahren. Die Streckenunterbrechung wurde wieder aufgehoben. Zunächst war noch mit Zeitverzögerungen von etwa 20 Minuten zu rechnen.

Die Ursache für den Böschungsbrand ist derzeit noch unbekannt.

Weiterer Böschungsbrand stoppt Züge auf Süd- und Koralmbahn

Ein weiterer Böschungsbrand sorgte auch auf der Süd- und Koralmbahn für eine komplette Sperre. Am Grazer Hauptbahnhof herrschte seit dem Nachmittag Chaos, wie "Kleine Zeitung" berichtet.

Auf der Bahnverbindung zwischen Graz und Bruck an der Mur sowie auf der Koralmstrecke nach Klagenfurt ging nichts mehr. Die Sperre wegen des Böschungsbrands sollte voraussichtlich bis 20:00 Uhr aufrecht bleiben. Seit Mittwoch um 16:00 Uhr saßen bereits zahlreiche Fahrgäste am Grazer Hauptbahnhof fest, wo sich vor den Schaltern lange Warteschlangen gebildet hatten.

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Ein Brand zwischen Peggau-Deutschfeistritz und Mixnitz-Bärenschützklamm war die Ursache für den totalen Stillstand auf der Schiene. Wie Herbert Hofer, Pressesprecher der ÖBB, gegenüber "Kleine Zeitung" mitteilte, waren die "Löscharbeiten voll im Gange". Fernverkehrszüge, die aus Richtung Wien oder Klagenfurt kamen, mussten über Leoben und Bruck an der Mur umgeleitet werden. Ziel war es, den regulären Betrieb ab 20:00 Uhr wieder aufzunehmen. Um 20.10 Uhr war es dann soweit: Die Sperre endete und es gab wieder uneingeschränkten Zugverkehr.

Chaos am Grazer Hauptbahnhof

Besonders schwierig war die Lage für Reisende in der steirischen Landeshauptstadt. Da die Züge aus Wien nicht mehr durchkamen, stand auch der Verkehr auf der Koralmbahn Richtung Klagenfurt still. Die ÖBB hatten einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen dem Grazer Hauptbahnhof und Bruck an der Mur eingerichtet. Auch vor dem Bahnhofsgebäude sorgten die wartenden Menschenmengen für turbulente Szenen.

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