Verliert London jetzt das EURO-Finale?

Wegen Corona-Risiko in England

Verliert London jetzt das EURO-Finale?

Aufgrund steigender Corona-Inzidenzen droht London als Gastgeber das EURO-Finale zu verlieren! 

Wie die englische Zeitung „The Times“ berichtet, könnte Wembley das Finale am 11. Juli verlieren. Grund dafür soll die Quarantäne-Anordnung für 2500 Uefa- und Fifa-Beamte, Politiker, Sponsoren und Journalisten sein. Denn: Das Corona-Virus breitet sich in Großbritannien wieder stärker aus. Durch die sogenannte Delta-Variante, steigt die Inzidenz seit Mai stetig. Am Donnerstag meldeten die Behörden 9055 neue Fälle – 1380 mehr als am Vortag und so viele wie seit Februar nicht mehr. 

EURO-Chaos in London

Die klassischen Maßnahmen greifen wieder: Einreisende müssen zehn Tage in Quarantäne, durch zwei negative PCR-Test kann diese auf fünf Tag reduziert werden. Jedoch stürzen die Maßnahmen die EURO-Verantwortlichen mächtig ins Chaos. Die UEFA fordert eine Ausnahmeregelung, damit dürften während der K.O.-Phase UEFA-Offizielle, Sponsoren und Journalisten die Spiele in Wembley sowie die Trainingseinheiten ohne große Einschränkungen besuchen.
 

50% Zuschauerkapazität im Wembley in K.o.-Phase

Stimmt die britische Regierung dieser Sonderregelung zu, droht Wembley laut "The Times" das Finale zu verlieren. Stattdessen könnte Ungarn/Budapest der neue Gastgeber werden. Dort sind die Stadien voll ausgelastet (über 60000 Zuschauer) und die Corona-Maßnahmen sehr viel lockerer. Die UEFA äußert sich bezüglich der "BILD" wie folgt: „Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die letzte Woche in London stattfinden wird.“ Und weiter:  „Die UEFA ist erfreut, dass die Kapazität in Wembley für die Spiele der K.o.-Runde auf mindestens 50 % steigen wird. Im Moment sind wir in Gesprächen mit den lokalen Behörden, um zu versuchen, den Fans der teilnehmenden Mannschaften den Besuch der Spiele zu ermöglichen. Dabei wird ein strenges Test- und Bubble-Konzept angewandt, das bedeutet, dass ihr Aufenthalt in Großbritannien weniger als 24 Stunden betragen würde und ihre Bewegungen nur auf genehmigte Transportmittel und Veranstaltungsorte beschränkt wären. Wir verstehen den Druck, unter dem die Regierung steht, und hoffen, dass wir einen zufriedenstellenden Abschluss unserer Gespräche in dieser Angelegenheit erreichen können.“ Bleibt abzuwarten, wie kompromissbereit sich die britische Regierung zeigt...