4:0-Sieg in Relegation

Klagenfurt mit einem Bein in Bundesliga

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Zweitligist Austria Klagenfurt hat nach einem klaren 4:0-Erfolg über SKN St. Pölten im Hinspiel der Relegation beste Chancen auf einen Aufstieg in die Bundesliga.

Austria Klagenfurt steht vor der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Die Kärntner besiegten den SKN St. Pölten im Hinspiel der Relegation am Mittwoch klar mit 4:0 (2:0) und fahren mit allerbesten Karten zum Rückspiel am kommenden Samstag (17.00 Uhr/Sky) in die NV Arena. Fabian Miesenböck (33.), Markus Pink (39., 91.) und Kosmas Gkezos (72./Elfmeter) schossen vor "ausverkauftem" Haus den beeindruckenden Heimsieg des Zweitligisten über den Bundesligisten heraus.

Zuletzt war Klagenfurt durch den SK Austria Kärnten 2010 im Oberhaus präsent gewesen. Nach letztmals 1988/89 könnte die Stadt bald wieder mit einer Austria in der höchsten Spielklasse firmieren. Dem Bundesliga-Letzten St. Pölten droht nach fünf Jahren der Erstklassigkeit der Abstieg. Die Niederösterreicher brauchen nun ein Wunder, um sich wie 2018 (gegen Wiener Neustadt) in der Relegation zu retten.

SKN betimmte Anfangsphase - Klagenfurt lauerte

Der Bundesligist dominierte die Anfangsphase, wurde aber nur einmal zwingend, als Ahmet Muhamedbegovic nach einer Corner-Variante in Rücklage volley über das Tor abschloss (6.). Die von Peter Pacult betreuten Austrianer bezogen zunächst Lauerstellung - und reklamierten in der 15. Minute Handelfmeter. Gkezos hatte Muhamedbegovic aus kurzer Distanz nach einem Corner an die Hand geköpfelt. Schiedsrichter Sebastian Gishamer winkte ab.

Die Szene wirkte als Initialzündung für die Männer in Violett, die erste Topchance folgte prompt: Alex Timossi Andersson scheiterte nach Vorlage von Patrick Greil an Armin Gremsl, der wieder den verletzten Kapitän Christoph Riegler im SKN-Tor vertrat (15.).

3000 Fans peitschten Klagenfurt voran

Es folgte eine Art Drangphase der Heimischen, die vor allem über die linke Abwehrseite des SKN gefährlich durchschlugen. Auch das 1:0 entstand über rechts: Simon Straudi fand mit seiner Flanke den Kopf von Miesenböck (33.). St. Pölten-Coach Gerald Baumgartner hatte überraschend den nominellen Innenverteidiger Muhamedbegovic auf dem linken Flügel aufgeboten. Er sollte dieses Experiment zur Pause beenden.

Doch zuvor legten die Kärntner in Person ihres Goalgetters nach. Miesenböck und Greil öffneten den Raum, Pink schloss mit einem Lupfer über Gremsl via Unterkante der Latte zum 2:0 ab (39.). Der Bundesligist hatte dem Angriff staunend zugesehen, die 3.000 Fans in Klagenfurt feierten schon fast wie die Aufsteiger - der Stadionsprecher intervenierte: "Bitte halten Sie weiter die Maskenpflicht ein!"

Systemumstelllung nutzte nichts

Die Gäste waren gefordert, änderten zur Pause System und Personal. Robert Ljubicic stellte sich als einer der drei Neuen mit einem zentralen Kopfball bei Austria-Keeper Philipp Menzel vor (53.). Dieser bewahrte sein Team nach einem seltenen Defensivpatzer gegen Alexander Schmidt vor dem Anschlusstreffer (63.).

Die Niederösterreicher hatten zuletzt rotiert, wirkten aber nie wirklich frischer als die Kärntner, die erst am Sonntag ihr letztes Zweitliga-Spiel bestritten und dabei Wacker Innsbruck im Fernduell um Rang drei noch abgefangen hatten. Die Pacult-Elf war personell unverändert eingelaufen. In der 69. Minute war die Partie für den Torschützen zum 1:0 mit Oberschenkelproblemen zu Ende.

Der Ersatz Philipp Hütter holte zwei Minuten nach seiner Einwechslung gegen Manuel Maranda einen Elfmeter heraus, der von Gkezos souverän verwertet wurde. Ähnlich souverän spielten die Kärntner den Sieg heim - und Pink verwertete eine Gkezos-Hereingabe sogar noch zum 4:0 (91.).

 

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