Maierhofers Rückkehr nach St. Hanappi

Schlager Rapid - RBS

Maierhofers Rückkehr nach St. Hanappi

Explosionsgefahr! Maierhofer kehrt nach Hütteldorf zurück, Moniz bangt um Job.

So schlecht war Red Bull noch nie! Seit sechs Runden ist Vize Salzburg ohne Sieg, hat zudem die letzten vier Auswärtsspiele alle verloren. Bullen-Coach Ricardo Moniz ist angezählt. Der Hit bei Rapid am Sonntag (16 Uhr, live in ORF 1) entscheidet über sein Schicksal.

Einer, der dem Niederländer den Job sichern könnte, ist Stefan Maierhofer (29). Doch den Bullen-Riesen erwartet bei seiner Rückkehr nach St. Hanappi die Hölle! Der einstige grün-weiße Fan-Liebling gilt in Hütteldorf als Verräter. Unfassbare 49 Tore bejubelte der Gablitzer im Rapid-Dress, jetzt solle er den Rekordmeister abschießen und Moniz retten.

Maierhofer schießt gegen den Rapid-Vorstand
Maierhofer versucht seinen Wechsel zu Salzburg vor den Rapid-Fans zurechtfertigen, geht lieber auf den grün-weißen Vorstand los. „Bei Rapid wird vieles falsch gemacht. Sie haben in den letzten Jahren mit Transfers viel Geld verdient. Aber ich frage mich, wo die Kohle hin ist“, zog Maierhofer in der Sportwoche vom Leder. Den Rapid-Fans spricht er damit aus der Seele. Doch bewahrt es den 2,02-Meter-Stürmer vor einem Pfeifkonzert? Beim 0:0 im Hinspiel blieben Anfeindungen der Hütteldorfer aus. Aber wohl nur, weil sie sich wegen der Stadionverbote selbst ein Schweigegelübde verpassten.

Im Internet gab es schon wüste Beschimpfungen
Maierhofer macht sich darüber jedenfalls keine Gedanken, sagt: „Für mich ist das Spiel etwas ganz Besonderes, weil ich bei Rapid eine schöne Zeit hatte und mit vielen Spielern noch Kontakt habe.“ Doch wird Maierhofer jubeln, wenn er am Sonntag an alter Wirkungsstätte ein Tor erzielt? Maierhofer lässt es offen!

Fest steht: Auf seiner Website wurde Maierhofer nach seinem Wechsel zu Salzburg wüst beschimpft und auf Facebook gibt es eine Anti- Maierhofer-Seite – viel Zündstoff …

Rapid plötzlich mit breiter Brust
Im Hanappi-Stadion noch ungeschlagen, von den letzten neun Spielen nur eines verloren – Rapid kommt immer besser in Schwung. Mit einem Sieg gegen Salzburg und einem Punkteverlust der Austria bei der Admira könnte der Rekordmeister den Erzrivalen sogar von Platz 2 stoßen. Unfassbar nach dem holprigen Start in die Saison.

Abschuss
„Der Fußball ist eben schnelllebig“, lacht Trainer Peter Schöttel. Und denkt dabei auch an seinen Trainerkollegen Ricardo Moniz! Für den Niederländer könnte es am Sonntag das letzte Spiel auf der Bullen-Bank sein. „Dabei dachte ich zu Beginn der Saison schon, dass Salzburg davonzieht“, sagt Schöttel.

Dass ausgerechnet er jetzt über das Schicksal von Moniz entscheidet, gefällt dem Rapid-Coach gar nicht: „Ich schätze Ricardo sehr, aber er muss jetzt die Kurve kratzen. Ich wünsche ihm alles Gute.“ Nachsatz: „Aber erst nach dem Spiel gegen uns.“ Ob ihm das weiterhilft? Fest steht: Rapid strotzt vor Selbstvertrauen, will den Aufwärtstrend fortsetzen und Platz 2 erobern.