DFB-Elf: Löw verrät speziellen WM-Plan

Klare Ansage

DFB-Elf: Löw verrät speziellen WM-Plan

Bundestrainer hat für die Mission Titelverteidigung speziellen Plan.

Die großen Momente fehlten dieses Mal im Prestigeduell zwischen Deutschland und England. Dennoch nahm der deutsche Fußball-Teamchef Joachim Löw nach dem 0:0 gegen den Erzrivalen eine große Portion Zufriedenheit mit aus dem legendären Wembley-Stadion.

"Es lässt mich jetzt emotional nicht hochspringen. Es gab schon Klassiker England gegen Deutschland mit einer ganz anderen Emotion, wenn es um viel ging", erklärte Löw nach dem vorletzten Länderspiel des Jahres 2017. "Die Engländer sind sehr viel besser geworden seit 2014. Das war ein guter Test, das ist das Allerwichtigste", bemerkte der Bundestrainer dennoch.

Deutschland ist nun schon 20 Spiele - seit dem Sommer 2016 - ungeschlagen, in England hat eine DFB-Elf seit 42 Jahren nicht mehr verloren. Der Leipziger Verteidiger Marcel Halstenberg durfte sich für ein durchaus gelungenes Debüt feiern lassen. Und neue taktische Momente haben vor 81.382 Zuschauern in Ansätzen auch ganz gut funktioniert.

Jogi fordert Überfall-Fußball

Den Optimierungsbedarf stufte Löw als wenig dramatisch ein. Denn sieben Monate vor Turnierstart in Russland sieht der 57-Jährige den Weltmeister bei der Mission Titelverteidigung noch in der Probierphase. "Was wir besser machen müssen, ist nach Ballgewinn mit Dynamik zum Tor zu gehen", sagte Löw: "Wir hätten besser agieren können im Umschaltspiel nach vorne. Das ist wichtig, dass wir das einschleifen Richtung WM."

Auch Englands Teamchef Gareth Southgate, der einige junge Spieler testete, gab sich zufrieden. "Es war ermutigend zu sehen, wie sich die Jungen präsentiert haben. Das waren spannende Elemente, frische Namen. Wie schnell wir sie zu Stammspielern machen, müssen wir sehen. Aber man hat gesehen, dass wir da eine Entwicklung haben", erklärte Southgate.

Fünf Spieler erlebten ihr Debüt im Trikot der "Three Lions", über weite Strecken hatte die englische Elf am Feld zusammen weniger als 80 Länderspiele.