In Antholz steht am Samstag der große Showdown im Biathlon-Massenstart an. Während Lisa Hauser ihre bisher enttäuschenden Spiele retten will, freut sich Sensation-Debütantin Anna Andexer auf das Rennen ihres Lebens.
Lisa Hauser nimmt am Samstag (14:00 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) bei ihren vierten Olympischen Spielen Anlauf auf einen versöhnlichen Abschluss. In ihrer einstigen WM-Gold-Disziplin, dem Massenstart über 12,5 Kilometer, will die Tirolerin die bisherigen Enttäuschungen von Antholz hinter sich lassen. In den drei vorangegangenen Einzelrennen gelang der 32-Jährigen kein einziger Platz unter den besten 25, was vor allem an einer ungewohnt hohen Fehlerquote am Schießstand lag.
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Hoffnung auf den perfekten Tag
Obwohl der Saisonhöhepunkt bisher verkorkst verlief, sieht Hauser positive Ansätze in ihren Leistungen. Es habe viele gute Dinge gegeben, aber es habe schlichtweg noch nicht alles an einem Tag zusammengepasst, erklärte die erfahrene Athletin vor dem Start. Hauser, die sich über ihren Top-15-Platz im Gesamtweltcup für das Elitefeld der besten 30 qualifiziert hat, hofft nun, dass am Samstag der Knoten platzt und sie die Schießfehler endlich abstellen kann.
Andexer als lachende Debütantin
Für eine handfeste Überraschung im österreichischen Team sorgte indes Anna Andexer. Die 23-jährige Salzburgerin sicherte sich durch ihren sensationellen neunten Platz im Sprint ein Ticket für den Massenstart. Für die Olympia-Debütantin ist es erst der zweite Massenstart ihrer Karriere überhaupt. Entsprechend locker geht sie in das Rennen gegen die Weltelite: Andexer wolle den Wettkampf bestmöglich genießen und einfach im Feld „mitschwimmen“, während ihre Eltern sie vor Ort anfeuern.
Stimmungshighlight zum Abschluss
Die Atmosphäre in Antholz verspricht für das rot-weiß-rote Duo ein echtes Highlight zu werden. Während Andexer ohne großen Erwartungsdruck in den Zweikampf mit den Medaillengewinnerinnen der letzten zwei Wochen geht, lastet auf Hauser die Hoffnung auf ein sportliches Ausrufezeichen. Für beide Österreicherinnen geht es darum, die 12,5 Kilometer optimal zu gestalten und die coolen Bedingungen im Südtiroler Biathlon-Mekka für einen starken Endspurt zu nutzen.