Beim Shorttrack-Viertelfinale über 1500 Meter kam es zu einem dramatischen Zwischenfall. Die Polin Kamila Sellier stürzte schwer, nachdem sie die Kufe einer Konkurrentin ins Gesicht bekommen hatte.
Schreckmoment auf dem Eis: Während des Laufs in der engen Kurve kam es zu einem folgenschweren Unfall, der das gesamte Rennen stoppte. Die 25-jährige Kamila Sellier stürzte so unglücklich, dass sie die hintere Kufenkante der vor ihr laufenden US-Amerikanerin Kristen Santos-Griswold direkt ins Gesicht bekam. Sofort strömte Blut aus einer Wunde unter ihrem Auge, was eine sofortige Unterbrechung des Wettbewerbs notwendig machte.
Rettungseinsatz direkt auf dem Eis
Helfer eilten sofort herbei und schirmten die verletzte Athletin mit einer weißen Plane vor den Blicken der Zuschauer ab. Nach einer mehrminütigen Erstversorgung wurde Sellier unter dem Applaus des Publikums auf einer Trage vom Eis gebracht. Ein kleines Zeichen der Hoffnung gab es dennoch: Die Polin konnte beim Abtransport bereits wieder einen Daumen nach oben zeigen. Polnische Medien berichten aktuell, dass sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.
Blutspur und doppelte Disqualifikation
Auf der Eisfläche blieb nach dem Vorfall zunächst eine deutliche Blutspur zurück. Besonders bitter für die Polin: Zum Zeitpunkt des Unglücks lag sie auf dem dritten Platz und hatte damit gute Chancen auf den Aufstieg, da sich die besten zwei Läuferinnen für die nächste Runde qualifizieren.
Strenges Urteil der Schiedsrichter
Beim späteren Restart des Rennens folgte die nächste Hiobsbotschaft. Die Rennleitung entschied, dass sowohl Sellier als auch Santos-Griswold disqualifiziert werden, da beide Läuferinnen vor dem Unfall geschoben hatten. In der Folge traten nur noch vier Athletinnen zum Wiederholungsrennen an.