Stefan Brennsteiner (34) greift in Bormio nach seiner ersten Goldmedaille. Nach Jahren voller Verletzungspech und bitteren Stürzen fordert der Österreicher heute Top-Favorit Marco Odermatt.
Stefan Brennsteiner will heute in Bormio (Samstag, ab 10 & 13 Uhr/live ORF1 & Sport24-Liveticker) seine offene Rechnung mit dem Schicksal begleichen. Der 34-Jährige gilt als einer der größten Pechvögel im Ski-Zirkus, nachdem ihn schwere Verletzungen und Stürze bei Großereignissen wie Olympia in Pyeongchang und Peking sowie der Heim-WM 2025 immer wieder zurückwarfen. Trotz der Rückschläge blickt der Technik-Spezialist optimistisch auf das Rennen und verfolgt einen klaren Plan für den Kampf um die Medaillen.
Die lange Leidenszeit des Brandy
Die Liste der Dramen in Brennsteiners Karriere ist lang. In Pyeongchang riss das Kreuzband, in Peking stürzte er mit einer sicher geglaubten Medaille vor Augen schwer. Bei der Heim-WM 2025 verlor er bereits nach wenigen Sekunden einen Ski und schied aus. Jetzt soll sich das Blatt in Bormio wenden, wo er gegen die starke Konkurrenz aus der Schweiz antritt.
Schweizer Übermacht als größte Hürde
Als absoluter Top-Favorit geht Titelverteidiger Marco Odermatt ins Rennen, der nach den drei Goldmedaillen seines Landsmanns Franjo von Allmen unter massivem Druck steht. Odermatt selbst betont, dass Gold nach wie vor sein großes Ziel für diese letzte Chance in Bormio bleibt. Neben dem Dominator sieht Brennsteiner vor allem Loic Meillard als einen der heißesten Anwärter auf das Edelmetall im heutigen Riesentorlauf.
Historische Chance auf das 20. Edelmetall
Österreich wartet seit dem Triumph von Marcel Hirscher im Jahr 2018 in Südkorea auf einen weiteren Olympiasieger in dieser Disziplin. Bisher konnte der ÖSV im Riesentorlauf insgesamt fünf Gold-, sechs Silber- und acht Bronzemedaillen bejubeln. Sollte Brennsteiner heute der Sprung auf das Podest gelingen, wäre es die insgesamt 20. Medaille für Österreichs Herren in dieser historischen Statistik.