Olympia 2026

Blut-Sturz! Hemetsberger verliert Helm auf Eispiste

Schockmoment auf der wilden „Pista Stelvio“ in Bormio: Beim zweiten Training auf der Olympia-Abfahrt erwischt es ÖSV-Speedstar Daniel Hemetsberger.

Donnerstag, 11.28 Uhr: Mit Startnummer 4 stürzt sich Hemetsberger die steile Startrampe runter. Kurz nach der zweiten Zwischenzeit passiert es: Der ÖSV-Routinier gerät in einer 130-km/h-Rechtskurve in Rücklage. Innerhalb weniger Sekunden verliert er die Kontrolle, kracht in ein Tor und mit voller Wucht in die Fangnetze. Beim Aufprall mit der Torstange löst sich sein Helm und rollt den Hang hinunter – ein Moment, der allen den Atem stocken lässt.

Kriechmayr über seinen Sturz: »Idiot«

Rettungskräfte sind sofort zur Stelle. Hemetsberger bleibt zunächst liegen, richtet sich dann jedoch überraschend rasch wieder auf. Die Erleichterung ist groß: Eine schwere Verletzung bleibt ihm offenbar erspart. Zwar blutet er im Gesicht, Sanitäter reichen ihm ein Taschentuch, und wenig später steht "Hemi" bereits bei seinem Trainer – und kann sogar wieder lachen. Ein starkes Zeichen nach diesem blutigen Crash.

hemetsberger
© ORF (Screenshot)

Gut eine halbe Stunde später gibt Hemetsberger nach einem ersten Check beim ÖSV-Arzt selbst im ORF-Interview Entwarnung und schildert: "Mich hat’s ziemlich auf die Birne ghaut, Gott sei Dank war ich nicht weg. Am Brillenglas sieht man den Abdruck vom Tor, dabei hat's mir den Kopf ins Gnack gerissen und irgendwie den Helm runtergefetzt. Die Achse hat's mir ein bissl verdreht, und der rechte Fuß tut mir schon ein bissl weh. Aber ich glaub nicht, dass etwas Gröberes fehlt."

Der Einschlag selbst sei "gar nicht tragisch" gewesen. "Ich hab eigentlich mit viel mehr gerechnet." 

Am meisten ärgert sich Hemetsberger über seinen Fahrfehler und bezeichnete sich als "Idiot". Es sei "genau gleich wie in Kitzbühel" passiert. Mich ärgert gewaltig, dass ich den gleichen Fehler das zweite Mal gebracht hab." Er sei zu schnell in die Kurve gegangen und habe einen Schlag auf den Außenski bekommen: "Bei 130 km/h ist das nicht ideal ..."

»Sowas darf nicht passieren« 

Kritische Worte kommen von ORF-Experte Hans Knauß: „Sowas darf nicht passieren. Das muss man überdenken“, sagt er mit Blick auf den offenbar zu locker sitzenden Helm, der sich während der Flugphase löste. Trotz des spektakulären Einschlags gibt es rasch Entwarnung. Hemetsberger kann ohne fremde Hilfe aufstehen und selbstständig in den Zielraum fahren. Die Diagnose fällt vergleichsweise glimpflich aus: eine blutige Nase sowie Schäden an den Zähnen – schmerzhaft, aber keine gravierenden Verletzungen.  

Kriechmayr: "Jetzt warte ich einmal, dass das Adrenalin weggeht. Am Anfang spürt man sich nicht so gut." Mit einer gehörigen Portion Galgenhumor meint der bereits mehrmals am Knie operierte Oberösterreicher: "Das Gute ist, dass da das Kreuzband nicht reißen kann, weil es eh nicht mehr drinnen ist. Von dem her hoffe ich, dass mir nix fehlt."

Die Olympia-Abfahrt am Samstag (11.30 Uhr, ORF1 live) sollte sich ausgehen. Hemetsberger: "Ich hoffe, dass auch die Schwellung über dem Aug weggeht, weil im Moment sehe ich nicht so gut."

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