Strolz will im Slalom Märchen fortsetzen

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Strolz will im Slalom Märchen fortsetzen

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Strolz, Feller, Schwarz & Matt zünden in der Nacht auf Mittwoch ein Slalom-Feuerwerk.

Vor wenigen Wochen hatte er keinen Top-10-Platz im Weltcup zu Buche stehen, in der Nacht auf Mittwoch (3.15 und 6.45 Uhr im Sport24-Olympia-Ticker) könnte er sich jetzt aber zum Doppelolympiasieger küren: Johannes Strolz zählt im Spezialslalom zu den Topfavoriten. Der Kombinations-Olympiasieger bewies bei seinem Triumph am Donnerstag bereits, dass er bestens mit dem relativ flachen Hang und den Schneebedingungen zurechtkommt. ÖSV-Technik-Coach Marko Pfeifer bescheinigte seinem 29-jährigen Schützling in der Kombi-Entscheidung einen "beeindruckenden Slalom".

Feller will sich vor jedem kleinen Rückzieher hüten

Einen solchen will nun auch Manuel Feller hinlegen, nachdem er im Riesentorlauf am Sonntag ausgeschieden war. "Ich blicke positiv voraus, das kann definitiv ein cooles Rennen werden", sagte der 29-Jährige und verspricht: "Ich werde alles reinschmeißen, was ich habe. Denn wir haben in dieser Saison gesehen: Wenn du irgendwo ein bisschen zurückziehst, bist du gleich nicht mehr dabei - und das wollen wir hier nicht."

Der Favoritenkreis sei "von Haus aus groß", und "diese Schneebedingungen machen ihn noch größer", erklärte Feller. Das zeigt auch ein Blick auf die bisherige Slalomsaison im Weltcup. In den sechs bisherigen Rennen gab es ebenso viele verschiedene Sieger. Nur vier Athleten schafften es öfter als ein Mal - nämlich zwei Mal - aufs Podest: Disziplin-Leader Lucas Braathen (NOR), Linus Straßer (GER), Kristoffer Jakobsen (SWE) und Feller.

Schwarz sucht Flow, verspricht volle Attacke

Von einem Stockerlplatz war Weltmeister Marco Schwarz in dieser Saison noch weit entfernt - auch wegen einer Knöchelverletzung und einer Corona-Infektion. Folgt nun der Befreiungsschlag, der dem 26-Jährigen mit einem 14. Rang im Olympia-RTL noch nicht geglückt ist? "Ich werde weiterkämpfen, irgendwann wird es wieder funktionieren", sagte er. Zwei Trainingstage sollten zuletzt dafür sorgen, dass er "die Lockerheit und den Flow" findet. Im Rennen gebe es ohnehin nur eines: "Volle Attacke!"

Michael Matt, der sein Olympia-Ticket im letzten Moment und nicht unumstritten ergatterte, komplettiert das ÖSV-Quartett. Er bestreitet zugleich sein erstes Rennen nach Corona-Quarantäne. Nach Kitzbühel (24. Jänner) war er positiv getestet worden.