Sondertraining nach Riesen-Pleite

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Sondertraining nach Riesen-Pleite

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48 Tage vor Beginn der Ski-WM überlässt ÖSV-Herrenchef Berthold nichts dem Zufall.

Während Weltcup-Stars wie Bode Miller oder Aksel Lund Svindal in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verschwinden, nimmt Berthold seine Läufer noch einmal ordentlich ran.

RTL-Training auf Weltcup-Piste in Hinterstoder
Bereits am Tag nach dem Riesentorlauf-Debakel von Alta Badia mussten Benni Raich und RTL-Kollegen in Hinterstoder antanzen. Im Berghotel, auf Höhe der Mittelstation des oberösterreichischen Weltcup-Orts, wurden beide Alta-Badia-Durchgänge bei ausführlichem Video-Studium analysiert. Und heute startet das Riesentorlauf-Training auf jener Strecke, auf der es am 6. Februar im letzten Rennen vor der WM um Weltcuppunkte gehen wird. Als „Straftraining“ will das aber keiner sehen. Berthold: „Das Training hier war schon seit Monaten geplant – es ist die einmalige Chance für meine Jungs, sich an das schwierige Gelände zu gewöhnen.“

ÖSV-Speed-Trainer Andreas Evers: „Wir wissen natürlich nicht, wie der Kurs am 6. Februar gesetzt wird, aber es ist schon ein großer Vorteil, wenn man die Übergänge kennt.“

Morgen ist in Hinterstoder Super-G-Training angesagt – und das soll die stärkste Super-G-Mannschaft der Welt im letzten Super-G vor der WM (5. Februar in Hinterstoder) noch stärker machen!

Hirscher und Slalom-Asse trainieren in Alta Badia
Nicht dabei in Hinterstoder ist Marcel Hirscher. Der Technik-Spezialist blieb in Alta Badia, wo er mit seinen ÖSV-Slalom-Kollegen noch einmal auf dem Eislaufplatz-ähnlichen Weltcuphang trainieren wollte. Doch die Italiener hatten was dagegen und verbannten unsere Stars auf die Trainingspiste. Herrenchef Berthold: „Es ist zwar schade, dass wir die Weltcuppiste nicht mehr nutzen konnten, aber die Qualität beim Training passte trotzdem.

Sonder-Einheiten auf 
WM-Piste in Garmisch
Je näher die WM kommt, desto mehr Augenmerk gilt den speziellen Bedingungen in Garmisch. Deshalb ist Berthold ein besonderer Coup gelungen: Durch seine besonderen Beziehungen zum Veranstalter-Land (Berthold war ja bis März Trainer der deutschen Damen!) konnte unser Cheftrainer zwei bis drei Tage Training auf der Abfahrts-WM-Strecke herausschlagen. Das ist für Anfang Jänner geplant. Berthold: „Die Zeit ist zwar verdammt knapp, aber diese Chance sollten wir unbedingt nützen.“

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