Außenministertreffen zu Rohingya in Bangladesch

Konflikte

Außenministertreffen zu Rohingya in Bangladesch

Mogherini und Ressortchefs aus Deutschland, Schweden und Japan sind dabei.

Vor dem Hintergrund der Gewalt gegen die Rohingya-Minderheit in Myanmar kommt es am Samstag zu einem Außenministertreffen in Bangladesch. Wie eine Sprecherin des Außenministeriums in Berlin am Freitag mitteilte, reist Sigmar Gabriel zusammen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini, der schwedischen Außenministerin Margot Wallström und dem japanischen Außenminister Taro Kono nach Dhaka.

Neben einem Treffen mit Regierungschefin Sheikh Hasina ist auch ein Besuch in einem Flüchtlingslager geplant. Nach Angaben der Regierung in Dhaka wird Außenminister A.H. Mahmood Ali seine Kollegen am Sonntag in die Grenzstadt Cox's Bazar begleiten, um die dortigen Flüchtlingslager zu besuchen. Bangladesch erhofft sich von dem Besuch mehr internationale Unterstützung in der Rohingya-Krise, wie das Außenministerium mitteilte. Seit August sind mehr als 600.000 muslimische Rohingya aus dem benachbarten Myanmar nach Bangladesch geflohen.

China auch erwartet

Am Sonntag wird auch der chinesische Außenminister Wang Yi in Dhaka erwartet. Ob er ebenfalls nach Cox's Bazar reisen wird, ist aber noch unklar. Am Montag und Dienstag findet in Myanmar ein Außenministertreffen zur Vorbereitung des zwölften Europa-Asien-Gipfels (Asem) in Brüssel im Oktober 2018 statt. Die europäische Delegation wird nach Angaben der EU von Mogherini geleitet.

Der seit Jahren andauernde Konflikt in Myanmar war Ende August eskaliert, als Rohingya-Rebellen Soldaten und Polizisten angriffen und dutzende Sicherheitskräfte töteten. Das Militär reagierte mit Gegengewalt. Hunderte Menschen wurden im nördlichen Bundesstaat Rakhine umgebracht, ihre Häuser niedergebrannt. Die UNO und Menschenrechtsorganisationen sprechen von "ethnischen Säuberungen".
 



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