Himmelsschauspiel

"Meteorsturm!" Perseiden 2028 besonders spektakulär

Ruine von Corfe Castle unter sternenklarem Himmel mit hellen Perseiden-Meteor im August.
© Getty Images
Astronomiefans blicken voller Vorfreude auf das Jahr 2028. Durch den Einfluss von Jupiter könnte der jährliche Perseiden-Meteorstrom am Himmel dann außergewöhnlich viele Sternschnuppen zeigen.
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lle Jahre wieder im August lässt sich die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle beim Eintritt in die Erdatmosphäre beobachten. Obwohl die Fragmente laut space.com meist kaum größer als ein Sandkorn sind, verglühen sie mit 59 Kilometern pro Sekunde so hell, dass das Spektakel von Österreich aus mit bloßem Auge verfolgt werden kann.

Einfluss durch den Riesenplaneten

In zwei Jahren könnte die Show am Firmament jedoch noch deutlich beeindruckender ausfallen als in gewöhnlichen Jahren. Der Grund dafür ist der größte Planet unseres Sonnensystems: Alle zwölf Jahre zieht Jupiter nah an der Trümmerspur von Swift-Tuttle vorbei. Durch seine enorme Anziehungskraft verdichtet sich der Kometenstaub auf der Erdbahn, was dazu führt, dass wesentlich mehr Partikel auf Kollisionskurs mit der Erde geraten.

Wie Meteorexperte Robert Lunsford von der American Meteor Society erklärt, entscheiden Zeitpunkt und Position dieses Vorbeiflugs darüber, wie nah die Teilchen der Erde kommen. Die Konstellation im Jahr 2028 deutet laut dem Experten darauf hin, dass etliche Partikel auf eine erdnähere Umlaufbahn gelenkt werden, was die stündliche Meteorrate drastisch ansteigen lassen könnte.

Ungenauigkeiten bei den Vorhersagen

Obwohl Computermodelle eine erhöhte Aktivität prognostizieren, fehlen verlässliche Daten zur exakten Partikeldichte im Meteorstrom. Da die Staubteilchen oft Tausende Kilometer voneinander entfernt liegen, sind genaue Zahlenwerte eher als grobe Schätzungen zu verstehen.

Sollten die Raten 2027 auf mindestens 100 Meteore pro Stunde klettern, rechnet Lunsford für das Folgejahr 2028 mit 200 bis 300 Sternschnuppen stündlich. Die Bedingungen zur Beobachtung schätzt der Experte als gut ein, da der Höhepunkt um den 12. und 13. August auf eine Phase des abnehmenden Mondes fällt. Der Mond geht dabei nach Mitternacht auf und bleibt bis zum Sonnenaufgang sichtbar. Dennoch gilt: Durch die nächtliche Lichtverschmutzung bekommt man am Erdboden meist nur einen Teil der Verglüherscheinungen mit.

Möglicher Meteorsturm im August

Das Mondlicht stellt laut Lunsford zwar eine bessere Voraussetzung dar als ein Vollmond, dennoch könnten sehr schwache Meteore bei getrübtem Himmel verdeckt bleiben. Wie Daten auf leoniden.net zeigen, gehen Fachleute dennoch davon aus, dass in der Nacht um den 12. August 2028 ein kleiner Meteorsturm bevorsteht. Ein finnischer Astronom kalkuliert über den USA sogar mit bis zu 1000 Sternschnuppen pro Stunde.

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