Zweiter Mann gesichtet

Jagd nach weiteren Terroristen

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Auf neuen Bildern soll ein weiterer Mann mit großer Tasche zu sehen sein.

Nach den blutigen Anschlägen von Brüssel sucht die Polizei laut Medienberichten nach zwei flüchtigen Terrorverdächtigen. Demnach soll der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro in Begleitung eines Mannes mit einer großen Tasche gewesen sein. Die Polizei kontrollierte Züge, Flughäfen und Grenzen.

Wegen möglicher Versäumnisse von Justiz und Polizei bei der Terrorfahndung boten zwei belgische Minister ihren Rücktritt an.

Zweiter Täter in U-Bahn
Der Attentäter in der Brüsseler Metro, Khalid El Bakraoui, soll nicht alleine gewesen sein, berichteten belgische und französische Medien am Donnerstag. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann zu sehen. Wenig wahrscheinlich sei, dass dieser Mann bei der Explosion getötet wurde. Zudem fahndet die Polizei weiter nach einem Komplizen der Attentäter, der vom Flughafen Brüssel geflüchtet sein soll. Somit könnte das Terrorkommando aus mindestens fünf Tätern bestanden haben. Drei hatten sich in die Luft gesprengt.

In der belgischen Hauptstadt waren am Dienstag bei Explosionen am Flughafen und in der U-Bahn-Station Maelbeek mindestens 31 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Hinweise auf österreichische Opfer gibt es bisher nicht. Eine Frau aus Aachen wird laut Polizei weiter vermisst. Ihr Ehemann sei mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus gebracht worden. Laut Auswärtigem Amt sind deutsche Todesopfer nicht ausgeschlossen, die Zahl der deutschen Verletzten bewegt sich demnach im einstelligen Bereich.

Video zum Thema: Gedenken an Anschlagsopfer


Verbindungen nach Paris
Alle drei Selbstmordattentäter sind belgische Staatsbürger und hatten Verbindungen zu den islamistischen Drahtziehern der Anschläge von Paris. Es handelt sich um die Brüder Ibrahim (29) und Khalid (27) El Bakraoui sowie Medienberichten zufolge um den 24-jährigen Najim Laachraoui. Letzterer war wegen der Anschläge von Paris erst vor kurzem zur Fahndung ausgeschrieben worden. Khalid El Bakraoui wurde seit Dezember per Haftbefehl gesucht, weil er für die Pariser Attentäter unter falschem Namen eine Wohnung gemietet haben soll.

Zu den Pariser Attentätern gehörte nach Überzeugung der Ermittler auch Salah Abdeslam, der sich entgegen früherer Äußerungen nun doch nach Frankreich ausliefern lassen will. Er wolle sich dort erklären, sagte der Anwalt des 26-jährigen Franzosen am Donnerstag in Brüssel. Bisher hatte sich Abdeslam gegen die von Frankreich beantragte Auslieferung gewehrt. Er war am vergangenen Freitag in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Er stand den bisherigen Ermittlungen zufolge auch in Kontakt zur Brüsseler Terrorzelle.

Atomforscher ausspioniert

Die Brüsseler Terrorzelle spionierte nach Medienberichten auch einen hochrangigen Atomforscher aus. Die Brüder El Bakraoui hatten laut der Tageszeitung "La Dernière Heure" eine heimlich vor dem Haus des Wissenschaftlers in Flandern montierte Überwachungskamera entfernt. Anti-Terror-Fahnder entdeckten die Aufnahmen der Kamera bei Ermittlungen zu den Pariser Terroranschlägen im belgischen Ort Auvelais. Eine Theorie lautet, dass die Islamisten von dem Forscher radioaktives Material für eine sogenannte schmutzige Bombe erpressen wollten.


Terror in Brüssel

Zerstörte Glaswand am Flughafen

Rauch über dem Brüsseler Flughafen

Heruntergefallene Fassaden im Terminal-Gebäude

Menschen rennen aus dem Terminal-Gebäude

Polizisten patrouillieren

Chaotische Zustände im Terminal nach der Explosion

Verletzter

Betroffene rufen ihre Angehörigen an

Verletzte warten auf Versorgung

Menschen verlassen das Flughafen-Gelände

Traumatisierte Fluggäste

Sogar auf der Autobahn irren Passagiere umher

Das Ausmaß der Explosion wird deutlich

Feuwehrleute untersuchen das Gebäude

Feuerwehrmänner im Einsatz

Auch die Metro in Brüssel wurde angegriffen

Fassungslosigkeit bei diesen jungen Menschen

Straßensperrung

Flughafen-Mitarbeiter sind bestürzt

Flughafen-Mitarbeiterinnen

Die Rettung transportiert Verletzte weg.

Ein Fluggast wird versorgt

Passagiere auf dem Flughafen-Gelände

Verletzte vor der Metro

Rauch kommt aus der Metro raus

Etwa 10 Tote im EU-Viertel

Verletzte im EU-Viertel werden versorgt

Ein Mann wird notversorgt

Ein mitgenommen wirkender Mann wird weg transportiert

Betroffene suchen nach Trost




Hier finden SIe den LIVE-Ticker zum Nachlesen
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 20:20

Türkei wies späteren Attentäter in Niederlande aus

Einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, ist von der Türkei am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen worden. Die türkischen Behörden hätten ihn gemeinsam mit einem nicht genannten Deutschen in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam gesetzt, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur am Donnerstagabend in einem Brief an das Parlament in Den Haag mit.

 20:17

Laachraouis Bruder verurteilt Anschläge

Nach den Terroranschlägen von Brüssel hat sich der Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters Najim Laachraoui von diesem distanziert. Mourad Laachraoui verurteile "die Attentate, an denen er (sein Bruder) beteiligt war, in Frankreich und Belgien", berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag unter Berufung auf ein Schreiben des Zitierten.

 19:49

Belgien setzt höchste Alarmstufe herunter

Belgien setzt die höchste Alarmstufe um einen Schritt herunter. Das teilten die belgischen Behörden Donnerstagabend mit. Nach den blutigen Anschlägen von Brüssel sucht die Polizei laut Medienberichten weiter nach zwei flüchtigen Terrorverdächtigen.

 19:12

Nach den Bombenanschlägen von Brüssel hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter die Staaten der Europäischen Union zu mehr Engagement im Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aufgerufen. Für die Europäer seien die Attacken "eine Mahnung, dass wir unsere Bemühungen verstärken müssen", sagte Carter am Donnerstag dem Nachrichtensender CNN.

 18:41

Abdeslam wollte Blutbad anrichten

Die belgischen Ermittler gehen davon aus, dass der festgenommene Terrorverdächtige Salah Abdeslam gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Terrornetzwerks ein Blutbad mit Schusswaffen in Brüssel anrichten wollte. Dies berichtet am Donnerstag der flämische Sender VRT unter Berufung auf Ermittlerkreise.

 18:14

Das Europaparlament hat die EU-Staaten zu Zugeständnissen bei der Datenschutzreform aufgefordert, damit es im April der Schaffung eines europäischen Fluggastdatensystems (PNR) zustimmen kann. "Wir warten genauso ungeduldig wie der Rat darauf, die Gesetze in den Gesetzbüchern stehen zu sehen", erklärte die EU-Parlamentsvizepräsidentin, Sylvie Guillaume, am Donnerstag

 18:04

Flughafen weiter geschlossen

Wegen der Terrorangriffe in Brüssel werden bis einschließlich Sonntag keine Passagierflüge am dortigen Flughafen Zaventem starten oder landen. Das teilte der Flughafen am Donnerstag mit. Frühestens am Ostermontag werde der Flughafen wieder seinen Betrieb aufnehmen.

 17:54

Tschechischer Minister: Nicht alle Flüchtlinge sind Engel

Der tschechische Innenminister Milan Chovanec hat eine Verbindung zwischen den Anschlägen von Brüssel und dem Flüchtlingszustrom gezogen. "Wer gedacht hatte, dass unter der einen Million Menschen, die nach Europa gekommen sind, nur lauter Engel sind und keine Terroristen oder Verbrecher, der war naiv", sagte der Sozialdemokrat am Donnerstag der Agentur CTK.

 17:24

Identifizierung der Terroropfer kann dauern

Warum gibt es bisher so wenig Details zu den 31 Brüsseler Terroropfern? Die Identifizierung ist aufwendig und braucht Zeit. Eine zweifelsfreie Klärung der Identität erfolgt meist über Finger- und Handflächenabdrücke, eine DNA-Analyse oder einen Vergleich von Zahnschemata. Der Abgleich von Personenbeschreibungen, medizinischen Befunden oder am Körper getragenem Schmuck gilt nur als unterstützende Methode.

Lange dauert die Identifizierung oft dann, wenn Opfer durch Verbrennungen und Explosionsverletzungen entstellt sind. "Durch die Folgen einer Katastrophe können die Toten so stark verändert sein, dass eine visuelle Identifizierung nicht mehr möglich ist", schreibt das deutsche Bundeskriminalamt in einem Informationsblatt für Hinterbliebene.

Erschwerend kommt im Fall der Brüsseler Anschläge hinzu, dass die 31 Toten und rund 300 Verletzten vermutlich aus mehr als 40 Nationen stammen. DNA und andere Vergleichsspuren müssen deswegen oft über Ländergrenzen hinweg ausgetauscht werden. Zudem gibt es auch keine Passagierliste wie beispielsweise beim Germanwings-Flug.

 17:17

EU plant "Echtzeit-Info-Austausch" der Geheimdienste

Als Konsequenz der jihadistischen Terroranschläge von Brüssel plant die EU einen intensiveren Datenaustausch der Geheimdienste. Wie aus einem Entwurf der Abschlusserklärung des Sondertreffens der EU-Innen- und Justizminister vom Donnerstag hervorgeht, soll dies erstmals in "Echtzeit" erfolgen.

In dem betreffenden Punkt der EU-Erklärung heißt es, die Minister seien überzeugt, dass es nötig sei, "die Arbeit der Counter Terrorism Group (CGT) voll zu unterstützen, insbesondere durch eine weitere Beschleunigung der Schaffung einer dezidierten Plattform für Echtzeit, multilateralen Informationsaustausch".

 17:14

Belgischer Justizminister räumt Fehler ein

Der belgische Justizminister Koen Geens hat Fehler der Sicherheitsbehörden im Umgang mit Informationen über Terroristen eingeräumt. Hinweise aus der Türkei seien nur langsam weitergegeben worden, sagte Geens dem flämischen Fernsehsender VRT. "Man hat die Information wohl weitergegeben, aber man ist nicht sehr schnell gewesen; oder nicht schnell genug."

Die Türkei hatte Belgien nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan schon im Juli 2015 vor einem der späteren Attentäter gewarnt.

 17:04

Sondertreffen der EU-Minister in Brüssel

Zwei Tage nach den Anschlägen von Brüssel sind die EU-Innen- und Justizminister zu einem Sondertreffen in der belgischen Hauptstadt zusammengekommen. Europa müsse jetzt "von Worten zu Taten" kommen, sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos. Er hoffe, dass das Treffen "den Weg zu mehr Zusammenarbeit ebnen" werde. "Es ist jetzt Zeit, dass alle umsetzen, was wir bereits entschieden haben."

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere sagte in Brüssel, die Minister wollten Belgien ihre Anteilnahme bekunden, aber auch "Konsequenzen ziehen". Er verlangte insbesondere einen "besseren Informationsaustausch", um Terrorverdächtige in Europa aufzuspüren. Zudem müssten europäische Datenbanken im Reise-, Migrations- und Sicherheitsbereich verknüpft werden.

 17:04

+++ Brandstetter: Kontakte zu Jihadisten in Salzburg +++

Die in Salzburg inhaftierten Jihadisten dürften nach Worten von Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) Kontakte zu den Terror-Netzwerken von Paris und Brüssel gehabt haben. Dies sagte der Justizminister vor dem EU-Sondertreffen der Innen- und Justizminister nach den Brüsseler Terroranschlägen in der belgischen Hauptstadt.

 16:01

Polen will Antiterrorgesetz noch vor NATO-Gipfel

Die polnische Regierung plant vor dem Warschauer Nato-Gipfel im Juli ein Antiterrorgesetz, das den Sicherheitsbehörden weit reichende Vollmachten gibt. Innenminister Mariusz Blaszczak sagte am Donnerstag, er hoffe, dass das Gesetz bereits im Mai im Parlament verabschiedet wird.

Das Gesetz solle Polizei und Sicherheitsdiensten schnelles und effizientes Vorgehen gegen Terrorverdächtige ermöglichen, betonte Mariusz Kaminiski, der Geheimdienstkoordinator der nationalkonservativen Regierung.

 15:40

+++ Staatsanwaltschaft bestätigt Paris-Verbindung +++

Die belgischen Behörden haben eine direkte Verbindung zwischen den Tätern der Brüsseler und Pariser Anschläge bestätigt. Im Dezember seien ein internationaler und europäischer Haftbefehl gegen den Brüsseler Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui erlassen worden, teilte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Laut Staatsanwaltschaft wurde er seit Dezember verdächtigt, die Wohnung in Charleroi mit einem falschen belgischen Personalausweis unter dem Namen Ibrahim Maaroufi angemietet zu haben. Die Wohnung habe "der Terroristengruppe, die in die Anschläge von Paris verwickelt ist, als Versteck gedient". Die Wohnung wurde demnach am 9. Dezember vergangenen Jahres von der Polizei durchsucht.

 15:19

Slowenische AKW-Führung betont Wachsamkeit

Das slowenische Atomkraftwerk Krsko hat nach den Terror-Anschlägen in Brüssel keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen eingeführt, die AKW-Führung betont aber ihre Wachsamkeit. "Die Sicherheit der Anlage ist jederzeit die erste Priorität. So ist es auch in diesen Umständen," hieß es am Donnerstag aus dem AKW auf APA-Anfrage.

"Das AKW Krsko ist ohnehin wahrscheinlich das am besten bewachte Objekt in Slowenien, weshalb es normal ist, dass man in sehr hoher Bereitschaft wegen möglicher Angriffe ist", betonte der Leiter der slowenischen Atomschutzbehörde Andrej Stritar. Weil Slowenien nach den Anschlägen die Sicherheitsstufe nicht angehoben hat und es keine direkten Drohungen gibt, gibt es laut Stritar keine Informationen, dass man die Vorkehrungen zur physischen Sicherung der Anlage verschärfen müsste.

 14:49

5.000 Westeuropäer für IS in Syrien oder Irak

Neben bis zu 5.000 möglichen IS-Terroristen, die sich laut aktuellen Schätzungen in Europa aufhalten, sollen ebenso viele Personen aus Westeuropa zumindest temporär im Irak oder Syrien für die Terrormiliz tätig sein. 260 Personen sind davon laut Innenministerium aus Österreich, davon sind 40 tot, 80 kamen wieder retour: Hier handelt es sich nicht um Schätzungen, sondern um konkrete Ermittlungsverfahren.

"Wir liegen in diesem Bereich nicht unter dem Schnitt", sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck angesprochen auf die in Relation zum Bevölkerungsstand hohe Zahl, etwa im Vergleich zu Deutschland, wo von 760 Personen die Rede ist (Stand: Dezember 2015). "Jedoch gehen wir auch davon aus, dass das Dunkelfeld in Österreich relativ gering ist", so Grundböck weiter. Das bedeutet, man geht davon aus, dass ein relativ großer Teil der aus Österreich stammenden Mitglieder der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" erfasst worden ist.

 14:48

Moskau investiert 13 Mio. Euro in Flughafensicherheit

Nach den Terroranschlägen in Brüssel will der Moskauer Flughafen Domodedowo in diesem Jahr umgerechnet 13 Millionen Euro in Sicherheit investieren. Der Löwenanteil davon solle mit rund zehn Millionen Euro für neue Kontrollgeräte unter anderem zur Suche nach Sprengstoff ausgegeben werden, teilte der Flughafenbetreiber am Donnerstag mit.

Die russischen Behörden hatten bereits nach einem Bombenanschlag 2011 mit 36 Toten in Domodedowo die Kontrollen verschärft. Metalldetektoren sind seit Jahren an den Eingängen der Flughäfen wie auch anderer öffentlicher Einrichtungen in der russischen Hauptstadt Standard. Auch die Moskauer Metro ist inzwischen mit Detektoren, Gepäckscannern und Sicherheitspersonal ausgestattet.

 14:39

Auch Justizminister bot Rücktritt an

Neben dem belgischen Innenminister Jan Jambon hat auch Justizminister Koen Geens nach den Terroranschlägen seinen Rücktritt angeboten. Dies bestätigte sein Büro gegenüber der Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag. Nach Berichten mehrerer belgischer Medien lehnte Premierminister Charles Michel die Rücktrittsgesuche ab.

 14:11

Tour de France: Pläne unbeeinträchtigt

Nach den Terror-Anschlägen von Brüssel sieht Renn-Direktor Christian Prudhomme den Ablauf der kommenden Tour de France im Juli nicht beeinträchtigt. "2007 in London, genau zwei Jahre nach den dortigen Attentaten, haben wir mit dem Tourstart eine außergewöhnliche Party gefeiert. Wir dürfen uns von solchen Ereignissen nicht abbringen lassen, unser 'normales' Leben weiterzuführen", sagte Prudhomme.

Die Sicherheitsmaßnahmen für die 103. Tour ab 2. Juli in der Normandie seien "einem solch großen Ereignis" angemessen. "Wir werden uns nach speziellen Empfehlungen und Bedürfnissen des Innenministeriums richten", erklärte der Tour-Chef, wollte sich zum Umfang der Vorkehrungen aber nicht im Detail äußern. Es gäbe kein spezielles Risiko, "es kann überall passieren", sagte Prudhomme.

 13:47

Budapest will Überwachung massiv ausweiten

Nach den Brüssel-Anschlägen hat die ungarische Regierung ein Anti-Terror-Maßnahmepaket beschlossen, das auch die Überwachung des Telefon- und Datenverkehrs umfasst. Außerdem sollen die Behörden erweiterte Möglichkeiten zur Einsicht in Bankkonten erhalten, berichtete Innenminister Sandor Pinter am Donnerstag in Budapest. Im Notfall soll auch der Telefonverkehr komplett gekappt werden können.

 13:21

+++ Belgischer Innenminister bot seinen Rücktritt an +++

Belgiens Innenminister Jan Jambon hat seinen Rücktritt angeboten. Das berichtete der Sender VTM am Donnerstag, das Kabinett bestätigte das Gesuch gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. VTM zufolge hat Premier Charles Michel das Angebot aber abgelehnt.

Warum Jambon seinen Rückzug anbot, wurde zunächst nicht bekannt. Die belgische Regierung gerät nach den verheerenden Anschlägen von Brüssel unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass die Türkei bereits im Juli 2015 vor einem der Attentäter warnte.

 13:18

Terror-Alarm in Brüssel: Umgebung evakuiert

Ein verdächtiges Paket ist Donnerstag in einer Straßenbahn in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek entdeckt worden. Wie die Zeitung "La Derniere Heure" berichtete, sei die Tram in der Nähe des Bahnhofs Bruxelles-Nord evakuiert und die Umgebung abgesperrt worden. Sicherheitskräfte und Sprengstoffexperten seien hinzugezogen worden. Das verdächtige Paket wurde von einem Passagier entdeckt.

 13:18

+++ EILT: Verdächtiges Paket in Brüsseler Straßenbahn entdeckt +++

 12:42

Polizeieinsätze in Brüssel im Gange

In der Nähe des Brüsseler EU-Viertels laufen zwei Polizeieinsätze. Die Beamten sperrten ein Gebiet in der Gemeinde Ixelles am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Einem Zeugen zufolge war dort in der Früh ein Mann überprüft und sein Wagen durchsucht worden. Die Polizei sei mit vielen Kräften vor Ort, meldete Belga.

In geringer Entfernung lief zeitgleich ein weiterer Einsatz, die beiden Operationen sollten aber nicht in Verbindung stehen. Ob es einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom Dienstag gibt, war zunächst unklar.

 12:25

Jäger: Ausweitung der Flughafenkontrollen sei nur ein "Placebo"

Als keine gute Idee, sondern als "eine Placebo-Maßnahme, die scheinbar die Sicherheit erhöht", hat Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger etwaige Sicherheitskontrollen bereits vor dem Betreten eines Flughafengebäudes bezeichnet. Diese würden den "Ort der Gefährdung nur verlegen", sagte er am Donnerstag gegenüber dem "Ö1-Morgenjournal". Denn die Menschenansammlungen würden sich einfach verschieben.

Ähnliche Maßnahmen habe er auf dem Flughafen Istanbul selbst beobachtet, mit dem Resultat, dass sich zudem die Wartezeiten erhöhen. Die Pläne zu den angesprochenen Kontrollen wurden gestern, Mittwoch, laut einem Bericht der "Welt" bekannt, in dem "hohe Kreise" der EU-Kommission zitiert wurden.

 12:07

Brussels Airlines fliegt heute Abend Lüttich-Wien

Nach dem Terroranschlag am Flughafen Brüssel ist der Flugverkehr von der belgischen Hauptstadt aus seit Dienstagfrüh lahmgelegt. Für den Passagierverkehr bleibt der Airport Zaventem zunächst einmal bis Freitag geschlossen. Während die AUA bis Montagabend alle Flüge Wien-Brüssel gestrichen hat, beginnt die belgische Fluglinie Brussels über Ausweich-Airports wieder mit Europaflügen, auch nach Wien.

 11:37

Ostern in Rom unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

Nach den Anschlägen in Brüssel bereitet sich Rom auf Osterfeiertage unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vor. 800 zusätzliche Soldaten sollen auf den Straßen der Ewigen Stadt eingesetzt werden. Scharfe Kontrollen sind zudem auf Flughäfen, Bahnhöfen und in den U-Bahn-Stationen geplant.

"Unsere Sicherheitskräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, doch kein Land kann sich vor der Terrorgefahr sicher fühlen", sagte Innenminister Angelino Alfano nach Angaben italienischer Medien. Italiens Regierung habe die besten Anti-Terror-Experten zur Vorbeugung von Anschlägen eingesetzt, versicherte Alfano. Vor allem die Kontrollen rund um Botschaften, Monumente und Basiliken wurden ausgeweitet. Auch um den Vatikan wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

 11:19

7,4 Mio Euro für mehr Sicherheit am Prager Flughafen

Der Prager Flughafen investiert 200 Mio. Kronen (7,4 Mio. Euro) für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Ein entsprechendes, jedoch bereits gestartetes Regierungsprojekt vermeldete der tschechische Innenminister Milan Chovanec laut Medienberichten vom Donnerstag als Reaktion auf die Anschläge in Brüssel.

"Das Projekt konzentriert sich auf Maßnahmen, die die Sicherheit des Flughafens gegenüber terroristischen Attacken und verbrecherischen Aktivitäten verstärken soll", sagte Chovanec. Das Projekt sieht beispielsweise ein modernes Kamera- und Erkennungssystem vor, das sowohl Gesichter wie auch verdächtige Gegenstände registrieren soll. Auch ein spezieller Schießstand für die Wache des Flughafens ist vorgesehen.

 10:33

EU-Experten beraten über Sicherheit an Flughäfen

Nach den Anschlägen in Brüssel wollen EU-Experten in der kommenden Woche darüber beraten, wie Flughäfen sicherer gemacht werden können. Für den 31. März sei ein Treffen von Flugsicherheitsexperten der 28 Mitgliedsstaaten geplant, teilte ein EU-Vertreter am Mittwoch mit. Am 11. April würden Fachleute für Transportsicherheit zusammenkommen. Eine konkrete Agenda sei noch nicht festgelegt.

 10:30

USA fordern von Europa verstärkten Kampf gegen IS

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat angesichts der Terroranschläge in Brüssel von den Europäern größere Anstrengungen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefordert. Carter sagte am Mittwoch dem US-Nachrichtensender CNN, die Ereignisse zeigten den Europäern, dass sie ihre Anstrengungen verstärken müssten, wie es die USA bereits in Syrien, im Irak und anderswo getan hätten. Er ermunterte die Europäer zudem, die USA stärker zu unterstützen. Der Kampf gegen den IS gehe über den Nahen Osten, Syrien und den Irak hinaus.

 10:26

Kritik an Belgiens Sicherheitsbehörden wächst

Nach den Terroranschlägen von Brüssel wächst der Druck auf die belgischen Sicherheitsbehörden. Die Türkei hat das Land nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bereits im Juli 2015 vor einem der Attentäter gewarnt. Doch trotz des Hinweises, dass der Mann ein "ausländischer terroristischer Kämpfer" sei, sei er von den belgischen Behörden freigelassen worden.

Belgiens Justizminister Koen Geens wies den Vorwurf der Fahrlässigkeit zurück. Die Polizei fahndet weiter nach einem Komplizen der drei Selbstmordattentäter, der vom Flughafen Brüssel geflüchtet sein soll.

 10:26

Abdeslam-Anwalt fürchtet um seine Sicherheit

Der Anwalt des mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam sieht sich nach den Anschlägen in Brüssel schweren Anfeindungen ausgesetzt. Sven Mary sei von einer Person angegriffen worden und habe sich körperlich zur Wehr setzen müssen, berichtete die belgische Tageszeitung "Le Soir" am Donnerstag.

Zudem habe er Hunderte E-Mails erhalten, in denen er wegen seiner Tätigkeit für Abdeslam beschimpft und bedroht werde. "Ich musste meine Kanzlei schließen, um die Sicherheit meiner Mitarbeiter zu gewährleisten", zitierte das Blatt den Anwalt. Polizeischutz wolle er nicht.

 10:25

Salah Abdeslam will nach Frankreich ausgeliefert werden

Der vergangene Woche in Brüssel festgenommene Verdächtige der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, stemmt sich nicht mehr gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Abdeslam wolle "so schnell wie möglich" an die französischen Behörden überstellt werden, sagte sein Anwalt am Donnerstag nach einer gerichtlichen Anhörung in Brüssel.

Abdeslam war nach langer Fahndung am Freitag in der belgischen Hauptstadt festgenommen worden, er soll auch Verbindungen zu den Attentätern der Brüsseler Anschläge gehabt haben.

 10:15

Experte: Bombenbau dauerte "mehrere Wochen"

Die Urheber der Anschläge von Brüssel haben nach Ansicht eines führenden Experten "mehrere Wochen" benötigt, um jene Bomben zu bauen, die sie am Flughafen Zaventem und in der U-Bahn einsetzten. Diese Einschätzung vertrat Jimmie Oxley, ein US-Spezialist für den Sprengstoff TATP, jener Substanz, die nach den Anschlägen in einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek gefunden wurde, in der Zeitung "La Libre Belgique".