Eine Kombination aus Kälte, Inversionswetterlage und anhaltenden Ost- und Südostwinden sorgt derzeit für schlechte Luft in Teilen Deutschlands.
Eine Smogwolke aus Osteuropa, vor allem aus Polen und Tschechien, belastet die Luft in vielen deutschen Städten, berichtet "Bild". Schadstoffe aus Kohlekraftwerken und zehntausenden privaten Kohleheizungen werden nach Deutschland transportiert und können wegen der Wetterlage kaum abziehen.
In Städten wie Berlin, Dresden, Leipzig oder Frankfurt an der Oder liegen die Feinstaubwerte (PM2,5) teils weit über den WHO-Grenzwerten. Allein in Berlin stamme laut "Bild"-Bericht mehr als die Hälfte des Feinstaubs zum Wochenende aus Polen.
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Wetterexperte Karsten Brandt warnt, dass sich die Lage nur kurzzeitig durch Schneefall entspannen werde, da bald erneut Ostwinde einsetzen. "Im Lauf der Woche gibt es wieder Ost- und Südostwinde, und die werden weiter kräftig dreckige Luft zu uns schicken", erklärt Brandt gegenüber "Bild".
Wetterexperte Brandt weiter: "Durch den Wind kommt zwei Drittel per Transport, ein Drittel machen wir selber."
Die schlechte Luftqualität werde Deutschland noch wochenlang begleiten, der Februar gelte als der schlechteste Luftqualitätsmonat. Zusätzlich trägt auch Luftverschmutzung in Deutschland selbst erheblich zur Belastung bei. So liegt etwa in Frankfurt am Main der Anteil der deutschen Giftluft bei mehr als 50 Prozent. Daran sind unter anderem tausende private Kaminöfen im Taunus schuld.
Gesundheitliche Auswirkungen
Eine aktuelle Bewertung der Gesundheitsauswirkungen von Feinstaub durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klar gezeigt, dass eine erhöhte PM2,5-Belastung in Zusammenhang mit schweren Gesundheitsauswirkungen (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen) steht, erklärt das Umweltbundesamt.