Traurige Gewissheit für alle Tierfreunde: Die Rettung des Buckelwals Timmy ist endgültig gescheitert. Experten gaben nun Einblicke in seinen kritischen Zustand und wie es mit dem Tier weitergeht.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) betonte bei einer Pressekonferenz heute, dass man auch über die Feiertage alles unternommen habe, um Timmy zu helfen. Für ihn persönlich sei es die "schlimmste Osterphase gewesen, die er je erlebt hat". Meeresbiologe Baschek stellte jedoch klar, dass sich der Wal definitiv nicht selbst befreien kann, da der Wasserstand aktuell viel zu niedrig ist.
Rettung mit Katamaran abgesagt
Die ursprünglich geplante Rettung mittels Katamaran ist mittlerweile endgültig vom Tisch. Timmy sei laut Experten "nicht transportfähig", da seine Haut bereits zu stark angegriffen ist und das Tier unter massivem Stress steht. Hinzu kommt, dass Timmy nach wie vor Seilreste im Maul hat, was seine Prognose laut Fachleuten weiter verschlechtert.
Zustand hat sich verschlechtert
Expertin Stephanie Groß vom ITAW bestätigte, dass sich Timmys Allgemeinzustand weiter verschlechtert hat. Man habe sich daher dazu entschieden, den Wal nun in Ruhe zu lassen. Trotz der aussichtslosen Lage wird es keine Sterbehilfe für Timmy geben. Backhaus erklärte auf Nachfrage, dass man zwar "drei, vier Varianten" geprüft habe – darunter das Töten mit einer Harpune –, solche Maßnahmen für ihn jedoch "nicht zu akzeptieren" seien.
Untersuchung nach dem Tod
Sobald der Wal verstorben ist, soll er geborgen und untersucht werden. Man wolle die Todesursache wissen, hielt Backhaus fest und ergänzte: "Da haben wir alle ein Recht drauf". Wie hoch die Kosten für die bisherigen Maßnahmen rund um Timmy sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau beziffert werden.