Schlechte Nachricht

Urlaubs-Alarm: Weltbekannter See droht auszutrocknen

Der Bodensee führt derzeit so wenig Wasser wie selten um diese Jahreszeit. Während Badegäste weit hineinwaten müssen, ändern Ausflugsschiffe bereits ihre Routen. 

Urlauber und Badegäste am beliebten Bodensee sehen das Problem sofort. Der bekannte See leidet unter starkem Wassermangel. Wer schwimmen möchte, muss deutlich weiter in das Gewässer hineinwaten als gewöhnlich.

Auch die Betreiber von Ausflugsschiffen spüren die drastischen Auswirkungen und müssen ihre Routen neu planen. Besonders dramatisch ist die Situation für die Tierwelt, denn Vogelkundler schlagen bereits Alarm, weil mehrere Brutplätze komplett trockenliegen.

Tiefster Stand seit Jahrzehnten

Am Pegel Konstanz lag der Wasserstand des Bodensees am Freitag bei lediglich 309 Zentimetern. Dieser Wert befindet sich 65 Zentimeter unter dem langjährigen Mittelwert für diesen spezifischen Tag. In den gesamten Aufzeichnungen seit dem Jahr 1850 wurde lediglich ein einziges Mal im Mai ein noch niedrigerer Wasserstand gemessen. Das war im Jahr 1972, als der See nur 290 Zentimeter flach war. Damit ist der aktuelle Zustand der niedrigste Pegel seit mehr als 50 Jahren. Bereits im vergangenen Frühjahr war der Pegel im April auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gefallen.

Zu wenig Schnee geschmolzen

Normalerweise steigen die Pegel in dieser Jahreszeit durch Regen und schmelzenden Schnee aus den Alpen an. Heuer bleibt dieser Effekt jedoch extrem schwach. Eine Sprecherin der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg erklärte dazu auf Anfrage der deutschen Bild: „Aktuell liegt im Einzugsgebiet des Bodensees insbesondere in den tieferen Lagen deutlich weniger Schnee als saisonüblich“. Das fehlende Schmelzwasser sorgt somit für die ungewohnt leeren Uferbereiche.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten