Held auf vier Pfoten

Dieser Hund brachte den IS-Chef zur Strecke

Trump Hund IS-Chef al-Baghdadi
© Twitter; APA/AFP
US-Präsident Donald Trump veröffentlichte auf Twitter ein Foto jenes Armee-Hundes, der Abu Bakr al-Baghdadi fasste.
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„Unsere Hunde jagten ihn bis zum Ende des Tunnels. Er zündete seine Weste, tötete sich selbst und seine drei Kinder“ – so beschrieb am Sonntag US-Präsident Donald Trump das Ende der Jagd auf den IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi.

Montagnacht postete Trump das Foto des Helden dieses Anti-Terror-Kampfes. Ein Armee-Hund (der Name bleibt Top-Secret) fasste den Terror-Chef und wurde dabei verletzt. Dank ihm kam – laut Trump – kein US-Soldat zu schaden.

Was wird jetzt aus dem IS?

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat mit der Tötung al-Baghdadis einen schweren Schlag erlitten und mehr verloren als nur einen hohen Anführer. Baghdadi, 1971 im Irak geboren, war der Mann, der dem IS einen Aufstieg ermöglichte, den vor einigen Jahren selbst Experten kaum erwartet hätten. Als er 2010 an die Spitze der Terrormiliz rückte, schien diese eigentlich besiegt. Stattdessen überrannten Baghdadis Truppen vier Jahre später große Teile des Iraks und Syriens. Er selbst ernannte sich zum "Kalifen". Und stand damit auf einer Stufe mit dem früheren Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.

Baghdadi war für radikale Muslime die Symbolfigur im Kampf gegen "Ungläubige", "Abtrünnige" und eine westliche Welt, die sie als verkommen ansehen. Über Jahre lockte seine Ideologie weltweit Zehntausende junge Muslime in die Fänge des Extremismus. Unter seiner Führung entstanden in Afrika und Asien neue IS-Ableger, die Baghdadi die Treue schworen. Er war - zumindest nach außen hin - die unumstrittene Führungsfigur, die dieses Netzwerk zusammenhielt. Wer immer Nachfolger Baghdadis werden wird - er dürfte kaum dieselbe Strahlkraft und Autorität besitzen wie der "Kalif".

Dieser Hund brachte den IS-Chef zur Strecke
© Screenshot Video

Rätselraten über Versteck

Fachleute rätseln zudem darüber, was der Ort zu bedeuten hat, an dem Baghdadi getötet wurde. Einer der meist gesuchten Terroristen der Welt starb in dem Dorf Barisha im Nordwesten Syriens unweit der türkischen Grenze. Baghdadi soll dort in dem Haus eines Anführers der Extremistengruppe Hurras al-Din untergekommen sein - die zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehört, das trotz ähnlicher jihadistischer Ideologie eigentlich mit dem IS tief verfeindet ist.

Möglicherweise sei Baghdadi in dieser Region gewesen, weil es eine Annäherung der Gegner gegeben habe, mutmaßt der Terrorexperte Charles Lister auf Twitter. Häufiger war in der Vergangenheit über einen Zusammenschluss von IS und Al-Kaida oder zumindest eine Kooperation spekuliert worden. Baghdadis Tod könnte ein "Wendepunkt" im Verhältnis der beiden Organisationen sein, glaubt das Militärforschungsinstitut ISW. Sein Nachfolger könnte nämlich eher geneigt sein, über ein Vereinigung nachzudenken.

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