Kämpfe gehen weiter

Ein Toter nach neuer Gewalt in Ost-Ukraine

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Russland fordert von Ukraine sofortiges Ende der Militäraktion.

Bei neuer Gewalt im Osten der Ukraine sind Medienberichten zufolge am Dienstag ein Mensch getötet und drei verletzt worden. Ein Sprecher von prorussischen Separatisten in der Hafenstadt Mariupol sagte der Nachrichtenagentur Itar-Tass, es habe ein Angriff auf einen Kontrollposten stattgefunden. Die Rebellen hielten zuvor das Rathaus besetzt.

Örtlichen Medien zufolge brannten am Abend vor dem Gebäude Reifen, dicker Rauch stieg über der Stadt auf. Einige Straßen seien verbarrikadiert, Zeugen hätten von Schüssen in der Nähe eines Militärstützpunktes berichtet.

Zuvor hatte sich die Lage in der Ukraine vergleichsweise ruhig dargestellt. Prorussische Separatisten halten zahlreiche Regierungsgebäude in der Region besetzt. Die Regierung in Kiew hat eine Offensive gegen die Rebellen eingeleitet.

Russland will sofortiges Ende der Militäraktion
Russland fordert erneut die sofortige Einstellung der ukrainischen Militäreinsätze in der Ostukraine. "Die illegitime Führung in Kiew tritt mit Duldung ihrer westlichen Patrone weithin anerkannte Rechte weiter mit Füßen", erklärte das russische Außenministerium am Mittwoch in Moskau. Der Einsatz von Gewalt gegen das eigene Volk müsse sofort beendet werden.

Ähnlich äußerte sich Außenminister Sergej Lawrow, der am Dienstag an einer Europaratstagung in Wien teilnahm. Kiew handle nicht zum Wohle der eigenen Bevölkerung. Das Militär sollte nicht in einen politischen Prozess eingreifen - Wahlen unter militärischer Präsenz abzuhalten, sei "ungewöhnlich", sagte Lawrow im Hinblick auf die für den 25. Mai geplanten Präsidentenwahlen in der Ukraine.

Im Osten der Ukraine haben pro-russische Separatisten in mehreren Städten zahlreiche Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht. Seit Tagen versuchen ukrainische Spezialeinheiten, die Rebellen mit Gewalt zurückzudrängen. Dabei kam es besonders in Slawjansk zu heftigen Gefechten, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden. In der Nacht auf Mittwoch erkämpfte die ukrainische Nationalgarde Medienberichten zufolge das Rathaus der Hafenstadt Mariupol von den Separatisten zurück.


 

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