Albanien

Bauprojekt in Schutzgebiet: Proteste gegen Trump-Schwiegersohn

JERUSALEM - OCTOBER 13: Jared Kushner and Ivanka Trump are recognized by President Donald Trump as he speaks in the Knesset, Israel's parliament, on October 13, 2025 in Jerusalem. President Trump is visiting the country hours after Hamas released the remaining Israeli hostages captured on Oct. 7, 2023, part of a US-brokered ceasefire deal to end the war in Gaza. (Photo by Evan Vucci - Pool/Getty Images)
© Getty Images
In einem Naturschutzgebiet an der albanischen Küste haben am Samstag erneut hunderte Menschen gegen Pläne für ein Luxus-Ferienresort protestiert, das mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht.
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Umweltschützer aus dem ganzen Land und Anrainer folgten einem Aufruf von Umweltschutzorganisationen und versammelten sich in der Lagune Vjosa-Narta rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tirana, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

"Dieses ganze Meeresgebiet ist Schutzgebiet. Es zu zerstören wäre verheerend für die Artenvielfalt", sagte die Finanzangestellte Emiljona Puja. Die Demonstrierenden versammelten sich an einem Strand, einige schwenkten die rote albanische Flagge, andere trugen aufblasbare Flamingos, das Symbol der Protestbewegung, und riefen "Streicht das Projekt".

Die Proteste gegen das Projekt, das mit Trumps Tochter Ivanka und ihrem Ehemann Jared Kushner in Verbindung steht und dessen Kosten auf rund vier Milliarden Euro geschätzt werden, nahmen zuletzt zu.

Jeden Abend Proteste

Seit fast einer Woche versammelten sich in Tirana jeden Abend tausende Menschen, um gegen die aus ihrer Sicht geplante Zerstörung ganzer Gebiete des Vjosa-Narta-Naturschutzgebiets und die Entwicklung eines Luxus-Urlaubsorts zu protestieren. Dem Plan zufolge ist die Umwandlung der unbewohnten Insel Sazan - einst eine geheime kommunistische Militärbasis - in einen glanzvollen Urlaubsort vorgesehen.

Die Lagune an der südlichen Adriaküste ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel und Flamingos. "Dieses Gebiet ist einer der wichtigsten Orte für Artenvielfalt im Mittelmeerraum", sagte Denisa Kasa von der Albanischen Vereinigung zum Schutz der Umwelt (PPNEA).

Projekt noch nicht genehmigt

Albaniens Ministerpräsident Edi Rama hatte die Proteste am Freitag heruntergespielt und erklärt, es gebe "keinen Grund zur Besorgnis". Das Projekt sei noch nicht genehmigt. Zudem seien "die besten Experten" der Welt in die Planungen eingebunden. Es gehe darum, "etwas Einzigartiges zu schaffen".

Die albanische Regierung versucht seit langer Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln. Die Familie von Trump hat weltweit vielfach in Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen Kushner und seiner Frau vor, die Präsidentschaft von Donald Trump für eigene Geschäfte zu nutzen.

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