US-Militäreinsatz

Geheimer Plan? Trump hat nächstes Land im Visier

US-Präsident Donald Trump
Die Regierung von Donald Trump erwägt offenbar einen Militäreinsatz in Mali. Grund dafür sind dschihadistische Gruppen vor Ort.
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Laut einem Bericht der "Washington Post" fasst die Regierung unter US-Präsident Donald Trump einen Einsatz des amerikanischen Militärs im westafrikanischen Mali ins Auge. Eine endgültige Entscheidung über diesen Schritt steht derzeit allerdings noch aus. Das Pentagon ließ Anfragen der Zeitung zu dem möglichen Vorhaben bislang unbeantwortet.

Schlag gegen die Terrorgruppen

Wie aus dem Bericht unter Berufung auf Offizielle der US-Regierung hervorgeht, zielt ein möglicher militärischer Vorstoß auf dschihadistische Gruppen ab. Diese Gruppierungen, allen voran die stark bewaffnete Organisation JNIM, werden dem Terrornetzwerk Al-Kaida zugerechnet. Die Banden haben ihre Präsenz in Mali zuletzt massiv ausgebaut und nutzen das Land als Basis für Angriffe auf andere westafrikanische Staaten. Innerhalb der US-Führung gibt es laut der Zeitung jedoch noch unterschiedliche Auffassungen darüber, ob man die bewaffneten Kämpfer tatsächlich attackieren soll.

Achtes Angriffsland für Donald Trump

Sollte es tatsächlich zu einem Angriff kommen, wäre Mali bereits das achte Land, gegen das Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit Militärschläge angeordnet hat. Zuvor waren bereits Einsätze unter anderem in Staaten wie dem Iran, Jemen, Venezuela und Nigeria befohlen worden.

Instabile Lage im Wüstenstaat

Das westafrikanische Land befindet sich in einer politisch höchst angespannten und instabilen Lage. Mali wird von einer Militärjunta regiert und gehört zu einer Reihe von Staaten in der Sahelzone, in denen Diktatoren mit teils russischer Unterstützung die Macht übernommen haben. Während sich die deutsche Bundeswehr nach dem Ende einer UN-Mission auf Drängen der Junta bis Dezember 2023 zurückzog, kooperieren die malischen Truppen mittlerweile mit russischen Söldnern. Das sogenannte "Afrika-Korps", das großteils aus früheren Wagner-Söldnern besteht, kämpft an der Seite der Armee gegen die Terroristen.

Die Sicherheitslage destabilisiert sich vor Ort weiter drastisch. Im April 2026 starteten die JNIM und die Tuareg-Separatistengruppe FLA koordinierte Offensiven auf Städte sowie Militärbasen. Bei diesen schweren Angriffen wurde auch der Verteidigungsminister von Mali getötet.

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