Statt FIFA-Präsident

Trump: Infantino soll diesen Posten übernehmen

Zwei Männer im Anzug stehen unter goldenem Konfetti auf einem Fußballfeld.
© EPA
US-Präsident Donald Trump hat für FIFA-Präsident Gianni Infantino einen neuen Posten. Er möchte, dass der Schweizer zum neuen UN-Generalsekretär ernannt wird.
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Laut der US-amerikanischen Zeitung "New York Post" schlägt Donald Trump (80) FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) als den Nachfolger von UN-Generalsekretär António Guterres vor.

Trump glaubt, dass Infantino "von allen auf der ganzen Welt respektiert wird und dass er eine besondere Fähigkeit besitzt, Menschen zusammenzubringen", sagte eine dem Präsidenten nahestehende Quelle gegenüber der "New York Post". Der FIFA-Präsident hat sich im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 immer wieder bei Trump eingeschleimt. Er verlieh im Dezember dem US-Präsidenten sogar den neuen FIFA-Friedenspreis.

Laut Trump nur "langweilige" Kandidaten

Um diese Position zu erhalten, müsste Infantino die Zustimmung des 15-köpfigen Sicherheitsrates gewinnen, in dem die fünf ständigen Mitglieder ein Vetorecht haben, gefolgt von der Bestätigung durch die Generalversammlung. Derzeit ist unklar, ob der Schweizer überhaupt den Posten haben möchte und wie weit er mit Trump über eine Kandidatur gesprochen hat.

Zwei Männer im Anzug sprechen bei einer Siegerehrung und halten FIFA-Weltmeisterschaftsmedaillen.
© APA/AFP/MANDEL NGAN

Laut einem Insider soll Trump die sieben Kandidaten als "langweilig" bezeichnet haben. Zu den bekanntesten Kandidaten zählen Chiles sozialistische Ex-Präsidentin Michelle Bachelet, die auf Widerstand der USA stoßen könnte, und Argentiniens Rafael Grossi, der derzeitige Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, der aufgrund der umstrittenen Falklandinseln Bedenken seitens Großbritanniens aufwerfen könnte.

Zampolli: "Nur Präsident Trump konnte auf diese geniale Idee kommen"

Paolo Zampolli, der italienisch-amerikanische Geschäftsmann und Diplomat, der als Trumps Sondergesandter für globale Partnerschaften fungiert, schwärmte gegenüber der "New York Post", dass "nur Präsident Trump auf diese geniale Idee kommen konnte". Der Diplomat findet, dass Infantino "eine großartige Arbeit leisten würde" und "von allen geliebt wird". Der Schweizer soll frische Energie in die massive Bürokratie bringen und den Sport nutzen, um neue Brücken zu bauen und jüngere und ärmere Menschen zu inspirieren.

Zwei Männer im Anzug winken auf einem Fußballfeld in die Kameras.
© APA/AFP/ANGELA WEISS

Zampolli erklärt, dass zwischen dem Posten des FIFA-Präsidenten und dem UN-Generalsekretär einige Ähnlichkeiten bestehen würden. "Bei den Vereinten Nationen hat man es mit 193 Mitgliedstaaten zu tun. Die FIFA hat über 200 Mitglieder, und Giannis beeindruckende Erfolgsbilanz beweist, dass er weiß, wie man erfolgreich führt", so der Diplomat.

Trump gegen die UN

Trump hat sich über die seiner Ansicht nach mangelnde Aktivität der UN bei der Vermittlung in wichtigen Weltkonflikten beschwert und im vergangenen Jahr einen neuen, von den USA geführten Friedensrat ins Leben gerufen, was Spekulationen darüber auslöste, dass er eine Konkurrenzorganisation gründen wolle, obwohl Trump dies dementierte und sagte, er hoffe, dass die UN eine aktivere Rolle übernehmen werde.

Zwei Männer im Anzug stehen hinter einer Glasscheibe im Stadion und beobachten ein Fußballspiel.
© APA/AFP/FRANCK FIFE

Seit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit von Trump hat sich die USA  aus mehreren UN-Projekten, wie etwa Weltgesundheitsorganisation, UNESCO und UN-Menschenrechtsrat, zurückgezogen. Mit der Ernennung von Infantino zum neuen UN-Generalsekretär könnte sich Trumps Beziehung zur UN verbessern.

FIFA-Präsident verdient mehr als der UN-Generalsekretär

Aber: Infantino verdient als FIFA-Präsident um ein Vielfaches mehr. Derzeit soll er rund 6 Millionen US-Dollar verdienen. Als UN-Generalsekretär würde der Schweizer "nur" 418.000 US-Dollar erhalten. Weiter hat Infantino sich zur Wiederwahl als FIFA-Präsident aufgestellt. Gegenüber der "New York Post" wollte sich der 56-Jährige zu den Trump-Vorschlägen bisher nicht äußern.

Donald Trump hält im Oval Office den WM-Pokal, daneben steht Gianni Infantino und gestikuliert.
© AFP

Bis vor Kurzem war eine Wiederwahl von Infantino fast sicher. Jedoch hat sich nach der Aufhebung der Sperre von US-Spieler Folarin Balogun, nachdem US-Präsident Trump sich eingemischt hat, neuer Gegenwind gegen ihn gebildet. Vor allem die UEFA kritisierte diese Entscheidung.

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