Der ehemalige Nationale US-Sicherheitsberater, Jake Sullivan spricht in der ZiB 2 Klartext zum Iran-Krieg.
den geplanten Verhandlungen zwischen Iran und USA über einen dauerhaften Frieden im Iran hat sich der Vermittlerstaat Pakistan am Donnerstag weitgehend zufrieden über die jüngste Entwicklung geäußert. Seit der Feuerpause hätten "alle Seiten Zurückhaltung" an den Tag gelegt. Verurteilt wurde aber die "anhaltende Aggression" Israels gegen den Libanon. US-Präsident Donald Trump zeigte sich optimistisch über ein Abkommen. Offen blieb, wann genau die Verhandlungen beginnen.
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Seit Inkrafttreten der Feuerpause in der Nacht zum Mittwoch hätten "alle Seiten Zurückhaltung" an den Tag gelegt, erklärten der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und Generalstabschef Asim Munir am Donnerstag. Beide seien "zufrieden" mit der "bisher erreichten Deeskalation". In der ZiB2 meint der ehemalige US-Sicherheitsberater aus der Biden-Ära, Jake Sullivan: "Es ist gut für die USA und die ganze Welt, dass es einen Waffenstillstand gibt. Wir müssen sicherstellen, dass die Waffenruhe hält. Da gehören auch die Aktivitäten in Israel dazu."
Eine große Rolle ordnet er Israel in dem Krieg zu: "Netanyahu drängt US-Präsidenten seit vielen Jahren dazu, Kriege gegen den Iran zu beginnen. Es dürfte ein Faktor bei der Entscheidungsfindung gewesen sein", so der Ex-Berater.
Streit um Straße von Hormus
Der Iran will einem Medienbericht zufolge die Straße von Hormuz zunächst nicht vollständig öffnen. Als Teil der mit den USA ausgehandelten Feuerpause dürften höchstens 15 Schiffe pro Tag die Meerenge passieren, meldete die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen hochrangigen iranischen Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt wurde. Die Straße von Hormuz ist von großer Bedeutung für die weltweite Versorgung mit Öl, Erdgas, Helium und Dünger. Vor Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar durchquerten im Schnitt 140 Schiffe täglich die Meerenge.
Ein Anfang vom Kriegsende will Sullivan dennoch noch nicht sehen: "Es ist immer schwer, Vorhersagen zu treffen, wenn man es mit einem US-Präsidenten wie Donald Turmp zu tun hat, der regelmäßig seine Meinung ändert." Hinzu kommt, dass das Vorgehen der iranischen Entscheidungsträger extremer geworden ist. Dennoch glaubt er daran, dass die Waffenruhe bestehen bleibt, auch wenn es immer wieder Unruhe gibt.
Bezogen auf die Straße von Hormuz meint der Ex-Berater, dass es die Beteiligung auch von Europa und den großen asiatischen Staaten braucht, um zu vermitteln, denn: "Dem Iran muss klar gemacht werden, dass es nicht akzeptabel ist, zu versuchen, die Straße abzusperren." Er hofft, dass Europa diese Rolle annehmen wird.