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Italien

Festnahmen nach Bombe im Justizpalast

Den Verdächtigen werden Verbindungen zur Mafia unterstellt.

Vier Personen, die für Einschüchterungsaktionen gegen Staatsanwälte in der süditalienischen Stadt Reggio di Calabria im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht werden, sind am Freitag festgenommen worden. Die Verdächtigen, denen Verbindungen zur 'Ndrangheta, dem kalabresischen Arm der Mafia, vorgeworfen werden, sind unter anderem beschuldigt, einen Anschlag auf die Wohnung des Staatsanwalts Salvatore Di Landro im August 2010 verübt zu haben, bei dem niemand verletzt wurde. Die Festnahmen erfolgten dank der Zusammenarbeit eines abtrünnigen Mitglieds der 'Ndrangheta, berichtete die italienische Polizei am Freitag.

Justizpalast von Reggio Calabria durch Bombe schwer beschädigt
Bei einer Explosion vor dem Gerichtsgebäude von Reggio Calabria im Jänner 2010 wurde der Justizpalast beschädigt. Die Bombe bestand aus einer 20 Kilo schweren Gasflasche, Sprengpulver und einem Zünder. Die Aufnahmen von zwei Videoüberwachungsanlagen, die sich unweit des Gerichtseingangs befanden, hatten zwei Personen mit Helmen gezeigt, die sich auf einem Motorrad dem Gericht näherten. Ein Sprengkörper wurde dann im vergangenen August vor der Wohnung von Staatsanwalt Di Landro entdeckt.

Panzerfaust neben Gerichtsgebäude entdeckt
In der Nähe des Gerichtsgebäudes in Reggio Calabria hatte die Polizei weiters im Oktober 2010 eine mutmaßlich von der 'Ndrangheta deponierte Panzerfaust gefunden. Die Waffe sei offensichtlich an dem Gebäude abgelegt worden, um Oberstaatsanwalt Giuseppe Pignatone einzuschüchtern, hieß es.



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