Lesbos

Aufruhr auf Lesbos

Flüchtlinge legen in Lager Feuer

Polizei spricht von erheblichen Schäden im Lager Moria.

Nach einem tödlichen Unfall mit einem Gasbehälter haben aufgebrachte Flüchtlinge Feuer in einem Lager in Griechenland gelegt. Das Feuer habe im Flüchtlingscamp Moria auf der Insel Lesbos erhebliche Schäden angerichtet, teilte die Polizei in der Nacht auf Freitag mit. Die Feuerwehr versuche, die Flammen zu löschen. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien sechs Migranten leicht verletzt worden.

Zuvor waren eine 66 Jahre alte Frau und ein sechsjähriges Kind ums Leben gekommen, als beim Kochen in einem Zelt eine Gasflasche explodierte. Die Mutter des getöteten Kinds und zwei weitere Kinder seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Offenbar habe der Unfall die Flüchtlinge verärgert, die dann Feuer legten. In der Nacht auf Freitag habe sich die Lage wieder beruhigt.

In Moria und anderen Zentren auf den griechischen Inseln in der Ägäis gab es schon wiederholt Proteste. Im September waren Teile des Lagers Moria nach einem Brand für mehrere Tage unbewohnbar. Dort sind mehr als 5000 Migranten untergebracht, ausgelegt ist das Lager aber nur für rund 3500 Menschen.



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