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Bizarres Geschäft

Flüchtlinge sollen für Taliban-Drohbriefe zahlen

Rund 1.000 Euro sollen Flüchtlinge zahlen - Behörden beruhigen.

Bis Oktober haben heuer bereits 63.000 Menschen einen Asyl-Antrag in Österreich gestellt. Neben Syrern betrifft dies vor allem auch Afghanen, die vor den Wirren des Krieges flüchten. Dabei sei vor allem die Bedrohung durch die radikalen Taliban ein Fluchtgrund, in manchen Fällen besteht sogar ein Drohbrief der Extremisten. Dieser soll helfen, in Europa leichter Asyl zu bekommen.

Genau über diese Drohbriefe gibt es nun eine Riesen-Aufregung. Die Nachrichtenagentur AP zitiert dabei einen 35-jährigen Mann, wonach  diese Briefe zu 99% eine Fälschung seien. Für die Zahlung von rund 1.000 Euro würden die Taliban einen solchen Brief ausstellen und bescheinigen, dass die gewünschte Person mit den USA kooperierte und nun von den Taliban bestraft werde.

Behörden beruhigen
Ein Sprecher des deutschen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bestätigte die Existenz solcher Drohbriefe, es sei jedoch unklar, wie viele es gebe. Man versucht allerdings zu beruhigen. Beim Asylentscheid würde immer der Gesamtzusammenhang bewertet, gefälschte Drohbriefe würden daher auch als solche erkannt.

Auch die Taliban dementierten etwaige Berichte. Solche Drohbriefe seien nicht ihr Stil, gefälschte Schreiben würden nicht ausgestellt. 



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