Geld "verschenkt": Sturm auf Bankomaten

Teneriffa

Geld "verschenkt": Sturm auf Bankomaten

"Systemfehler" trieb Kunden auf die Straße: Automaten komplett leergeräumt.

Ein Gerücht um angebliche "Geldgeschenke" durch eine Bank hat auf Teneriffa einen Run auf Geldautomaten verursacht. Wie spanische Medien am Samstag berichteten, stürmten Hunderte von Menschen am Freitagabend auf der Kanaren-Insel die Ausgabemaschinen der CajaCanarias. Vor den Automaten hätten sich noch zu später Stunde lange Schlangen von zum Teil mehr als 30 Menschen gebildet, hieß es.

"Ich habe 500 Euro abgehoben, und das wurde auf meinem Konto nicht registriert. Ich habe mich nun wieder in die Schlange gestellt, weil ich weitere 500 rausnehmen will", sagte ein Mann in San Cristobal de la Laguna im Norden Teneriffas der Nachrichtenagentur efe. Viele Automaten seien schnell komplett geleert worden, so efe.

Der Run war von Gerüchten über "Systemfehler" ausgelöst worden und den Berichten zufolge vor allem in der Hauptstadt Santa Cruz besonders groß. "Das ist wie eine Fiesta, alle heben Geld ab", "ich habe 600 Euro abgehoben, die ich gar nicht besitze" und "man muss das ausnutzen, die Bank verschenkt Geld!" riefen Menschen begeistert.

Das böse Erwachen dürfte jedoch für die vom Gerücht Irregeführten spätestens in den nächsten Tagen beim Blick auf den Kontoauszug kommen. Nach einer Fusion mit La Caixa hatte CajaCanarias nämlich bereits mitgeteilt, dass die zwischen Freitag und Samstag getätigten Kontobewegungen wegen einer Systemaktualisierung erst mit Verzögerung registriert werden. Die abgehobenen Beträge würden bald vom Konto abgezogen werden, sagte ein CajaCanarias-Sprecher.

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