Heimische Justiz hilft bei Breivik-Prozess

Erfahrung mit Fritzl

Heimische Justiz hilft bei Breivik-Prozess

Erfahrungen aus Fritzl-Prozess sollen Norwegen im Prozess gegen Breivik helfen.

Erfahrungen der österreichischen Justiz sollen Norwegens Richtern helfen, den im kommenden Jahr beginnenden Prozess gegen den mutmaßlichen Massenmörder Anders Behring Breivik zu bewältigen. Laut einem Bericht der in Stavanger erscheinenden Tageszeitung "Aftenbladet", ist die norwegische Justiz insbesondere daran interessiert, wie man im weltweit verfolgten Verfahren gegen den 2009 wegen einer Reihe schwerer Delikte zu lebenslanger Haft verurteilten Fritzl mit dem Medienandrang fertig geworden ist.

Weltweite Aufmerksamkeit
Vor zwei Jahren verfolgten in St.Pölten Journalisten von 238 Medien aus 30 Ländern den Prozess gegen Josef F innerhalb und außerhalb des Gerichtssaales. In Oslo werden nächstes Jahr zwischen 1.000 und 2.000 Journalisten aus aller Welt zur Berichterstattung erwartet.

Im Gegensatz zum seinerzeitigen österreichischen Prozess werden im Verfahren gegen den rechtsextremen Terroristen Breivik jedoch keine Journalisten im Gerichtssaal zugelassen sein. Es sei daher ein eigenes Pressezentrum im Bereich des Gerichts geplant.

Der Breivik-Prozess soll nach derzeitigen Plänen zu Ostern 2012 beginnen. Das Urteil soll nach Möglichkeit noch vor dem Sommer gefällt werden, sagte Richter Geir Engebretsen gegenüber "Aftenbladet".

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