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Unglaubliche Szenen

Hier wird Angreifer mit Narwalzahn gestoppt

Ein polnischer Koch bekommt nun eine Medaille für Zivilcourage und Opferbereitschaft. 

Es sind unglaubliche Szenen, die sich auf der London Bridge abgespielt haben. Auf einem Video sieht man, wie Lukasz, ein gebürtiger Pole, der als Koch in England arbeitet, sich dem Terror-Attentäter Usman Khan in den Weg stellt. Dabei ist er nur mit einem Narwalzahn bewaffnet.
 
© Twitter
Hier wird Angreifer mit Narwalzahn gestoppt
 
Weil er bei dem Terroranschlag in London den Attentäter mit dem Stoßzahn eines Narwals aufgehalten hat, soll der Pole in seiner Heimat ausgezeichnet werden. Justizminister Zbigniew Ziobro werde Staatspräsident Andrzej Duda vorschlagen, dem Mann die Medaille für Zivilcourage und Opferbereitschaft zu verleihen, schrieb Ziobros Sprecher am Samstag auf Twitter.
 
"Gegen den Terrorismus ist jede Waffe erlaubt", kommentierte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki auf Facebook. "Polen ist stolz auf Sie."
 
 

Das sind die Helden von London

Mutige Passanten rangen den Messermörder Usman Khan nieder, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Die London-Helden:

James Ford: Der 42-Jährige saß seit 2004 im Gefängnis, weil er eine 21-Jährige ermordet hatte. Die letzten Tage seiner 15-Jahre-Haft sitzt er im offenen Vollzug ab. Er war auf Freigang und verfolgte den Killer, rang ihn nieder. Dennoch sagt die Tante seines damaligen Opfers: "Er ist kein Held. Er ist ein Mörder auf Freigang."

Thomas Gray, 24: Ging mit dem Feuerlöscher auf den Täter los: "Ich wurde auf dem Rugby-Feld groß. Ich habe nur getan, was jeder Londoner getan hätte."

Steve Hurst: "In der Hand hat er noch ein Messer gehabt. Ich wollte ihn gegen den Kopf treten, damit er das Messer loslässt."

Ein Küchenmitarbeiter namens Lukasz: Der Pole schnappte sich einen 1,5 Meter langen Stoßzahn eines Narwals, der in Fischhalle an der Wand hing. Mit dieser Lanze rannte er dem Killer auf die Brücke nach, attackierte diesen mit Stößen.

Polizist in Zivil hob ein Messer auf, damit der Täter es nicht verwenden kann.

Vor Messer-Attentat drohte er, Denkmal zu sprengen

 
2012 war der fanatische Islamist wegen Terrorismus zu 16 Jahren verurteilt worden. Zusammen mit acht Al-Kaida-Fans wollte er damals in der Vorweihnachtszeit Paketbomben verschicken. Auch führte er eine handschriftliche Todesliste. 100 Politiker waren drauf, auch Boris Johnson, derzeitiger Premier und Ex-Bürgermeister Londons.
 
Zwei Tote. Vor einem Jahr kam Khan frei. Mehr als die Hälfte der Strafe wurde ihm erlassen. Obwohl er bei seiner Verurteilung als besonders gefährlich eingestuft wurde. Mit elektronischer Fußfessel durfte er raus. Freitag marschierte er zu einer Veranstaltung der Cambridge-Uni zur Wiedereingliederung von Ex-Häftlingen. Schon dort drohte er das Gebäude in die Luft zu jagen. Schließlich zog er zwei lange Messer, begann wahllos auf Menschen einzustechen. Ein Mann und eine Frau wurden getötet, zwölf weitere verletzt. Zwei Frauen und ein Mann sind noch immer in der Klinik. Ihr Zustand, so der Nationale Gesundheitsdienst, sei kritisch, aber stabil. Inzwischen reklamierte der IS das Attentat für sich. Der Angriff war Rache für den Tod des IS- Führers Abu Bakr al-Baghdadi.
 
© APA/AFP/DANIEL SORABJI; Handout/Police
Usman Khan London Bridge Terror
 

Frau und Mann erstochen, Täter wurde erschossen

Großer Mut. Schließlich rannte der Killer Richtung London Bridge. Sechs heldenhafte Männer verfolgten ihn, stellten ihn auf der Brücke. Einer versuchte dem Attentäter mit einem Feuerlöscher ins Gesicht zu sprühen, ein anderer hatte sich den Stoßzahn eines Narwals geschnappt, der am nahen Fischmarkt als Verzierung an der Wand hing.
Gemeinsam gelang es ihnen, dem Attentäter die beiden Messer zu entwenden, die er mit Klebeband an seiner Hand befestigt hatte. James Ford, 42, einer der mutigen Passanten, ist ein verurteilter Mörder.
 
Eines der Opfer ist Jack Merritt (25). Der junge Brite war Kurs-Koordinator des Projekts "Learning Together", bei dem Studenten auf ehemalige Häftlinge treffen. In dieser Funktion traf der 25-Jährige in der Fishmongers‘ Hall auch seinen späteren Mörder. Hier startete Khan seinen blutigen Anschlag, der wenige Minuten später auf der London Bridge endete.
 
© AFP
Hier wird Angreifer mit Narwalzahn gestoppt
 
Ringkampf. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Männer mitten auf der London Bridge mit dem Attentäter ringen. Schließlich kam die Polizei. Als ein Beamter die Bombenattrappe am Körper des Messerkillers entdeckte, eröffnete er das Feuer. Zwei Schüsse töteten den Terroristen.
 
Video zum Thema: Augenzeugen der Schüsse in London berichten
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Premier Johnson lobte die "außerordentliche Tapferkeit" der Passanten. Auch der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, äußerte sich ähnlich: "Was bemerkenswert ist an den Bildern, die wir gesehen haben, ist die atemberaubende Heldenhaftigkeit von Passanten."
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