Gegenschläge

Iran-Krieg: Experte schockt mit Prognose

Politikwissenschafter Lange: "Die Zeit läuft aus Sicht der Revolutionsgarden eher für sie"

Der Iran ist nach Einschätzung des Politikwissenschafters Nico Lange auch weiterhin zu heftigen Angriffe in der Lage. "Man muss davon ausgehen, dass noch erhebliche Kapazitäten für Raketenabschüsse im Iran vorhanden sind, die zum Beispiel unterirdisch versteckt worden sind", sagte der Militärexperte im ZDF-"Morgenmagazin". Zudem verwies er auf die libanesische Hisbollah-Miliz, die den Iran militärisch unterstützt.

 "Iran hat Proxys in der Region, die aus unterschiedlichen Richtungen Israel und die Amerikaner angreifen können, das war so erwartbar und das wird sicherlich jetzt auch kommen", sagte Lange. Mit Proxys sind hier bewaffnete Unterstützergruppen des Irans gemeint. "Möglicherweise stehen die härtesten Gegenschläge noch bevor", so Lange.

Europa spielt keine Rolle

Europa hat aus Sicht des Experten keinerlei Einfluss auf den Konflikt. "Die Europäer sind kein Faktor und verlegen sich bisher aufs Warnen und Mahnen, weil sie die Situation überhaupt nicht beeinflussen können", sagte er. "Ich glaube nicht, dass die Europäer militärische Möglichkeiten haben, wirklich gegen den Iran was zu tun."

Die Karte zeigt den Beginn eines neuen Iran-Kriegs mit Berichten über Raketenangriffe und Explosionen in mehreren Städten im Nahen Osten, darunter Teheran, Isfahan, Jerusalem und Riad. US-Militärstützpunkte sowie Standorte von Luftwaffe und Marine sind in der Region markiert. Quelle: APA.
 

Der Iran wiederum werde versuchen, "möglichst viele anzugreifen, möglichst viele hineinzuziehen, in der Hoffnung, dass die im Zeitverlauf Druck machen auf die Amerikaner, damit die Amerikaner aus diesem Krieg wieder aussteigen", erklärte Lange. "Die Zeit läuft aus Sicht der Revolutionsgarden eher für sie."

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