Terror-Alarm

Iran setzt auf „Wegwerf-Agenten“ – Experte warnt vor neuen Angriffen

Die Sicherheitslage in Europa spitzt sich weiter zu. Experten schlagen Alarm: Der Iran soll zunehmend auf sogenannte „Wegwerf-Agenten“ setzen, um Anschläge durchzuführen und das auch mitten in Europa. 

Hintergrund ist eine Serie von Vorfällen in mehreren Ländern. Seit Beginn der jüngsten Eskalation kam es zu Brandanschlägen und Attacken unter anderem in London, Paris, Belgien, den Niederlanden und in Deutschland.

Neue Strategie mit „Wegwerf-Agenten“

Laut Terror-Experten wie Peter Neumann greift der Iran dabei auf eine neue Taktik zurück. Statt klassischer Extremisten würden gezielt Personen aus kriminellen Milieus angeworben, oft kurzfristig und gegen Bezahlung über das Internet. Wie n-tv.de berichtet, haben diese sogenannten „Wegwerf-Agenten“ meist keinen bekannten Bezug zu extremistischen Gruppen. Unter den Festgenommenen finden sich laut Experten Jugendliche, junge Erwachsene, aber auch ältere Personen. Ein klares Zeichen für die neue Vorgehensweise.

Antwerpen Brandanschlag
© AFP

Jüdische Ziele im Fokus

Besonders im Visier stehen offenbar jüdische Einrichtungen und Gemeinschaften. Sicherheitsbehörden warnen, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte. Bereits jetzt gibt es Hinweise auf gezielte Angriffe auf solche Ziele in mehreren europäischen Ländern. Die neue Strategie macht es für Ermittler deutlich schwieriger, Anschläge im Vorfeld zu erkennen. Da die Täter keine klassischen Extremisten sind, fallen sie oft nicht durch bekannte Muster auf.

Synagoge London
© AFP

Warnung vor Eskalation

Experten sehen die Entwicklung mit großer Sorge. Der Iran wolle mit dieser Taktik demonstrieren, dass er auch außerhalb der eigenen Region handlungsfähig sei. Die Methode sei zwar nicht völlig neu, werde nun aber in deutlich größerem Ausmaß eingesetzt. Besonders alarmierend: Anschläge könnten laut Einschätzung künftig jederzeit stattfinden, nicht nur nachts, sondern auch am Tag. Das würde das Risiko für Zivilisten deutlich erhöhen, betont der Professor für Sicherheitsstudien am Londoner King’s College.

Behörden unter Druck

Sicherheitsbehörden in Europa stehen damit vor einer neuen Herausforderung. Die Mischung aus anonym angeworbenen Tätern und schwer vorhersehbaren Angriffen erhöht den Druck, schneller zu reagieren und Schutzmaßnahmen zu verstärken. Klar ist: Die Bedrohungslage verändert sich und könnte Europa noch länger beschäftigen.

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