Die interne vatikanische Finanzaufsicht (ASIF) hat im zurückliegenden Jahr laut Kathpress 78 verdächtige Geldtransfers im Vatikan registriert.
Sie betrafen überwiegend die Vatikanbank IOR sowie vereinzelt andere vatikanische Einrichtungen. Ganze drei Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 522.000 Euro wurden suspendiert, Konten wurden nicht gesperrt.
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Dies geht aus dem am Donnerstag vorgelegten Jahresbericht der Finanzaufsicht für 2025 hervor. Die Zahl der registrierten verdächtigen Transaktionen lag damit im langjährigen Durchschnitt. Die meisten der zunächst als verdächtig eingestuften, dann aber freigegebenen Transaktionen betrafen dem Bericht zufolge Überweisungen nach Myanmar, wo in der dortigen humanitären Notlage geholfen wurde.
In dem Bericht bescheinigt sich die Finanzaufsicht eine qualifizierte und konstante Überwachung sowie eine sorgfältige Kontrolle der Stabilität und Nachhaltigkeit der Vatikanbank IOR.
13,6 Millionen Euro in bar
Die ASIF kontrolliert auch den Eingang von Bargeld in den kleinsten Staat der Welt. Dieser muss ab einer Summe von 10.000 Euro angemeldet werden. Demnach ging die in den Vatikan hinein transportierte Geldmenge 2025 auf 13,6 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr waren es noch 21,7 Millionen Euro gewesen.
Die vatikanische Finanzaufsicht wurde 2010 von Papst Benedikt XVI. als Reaktion auf Geldwäsche-Vorwürfe eingerichtet. Sie kontrolliert neben der Vatikanbank IOR auch vatikanische Behörden und Hilfswerke im Vatikan. Ihr Direktor ist seit November 2024 der italienische Wirtschaftswissenschaftler Federico Antellini Russo.