Irland und Nordirland gegen Vereinigung

Vorschlag abgelehnt

Irland und Nordirland gegen Vereinigung

Die Staatschefs Kenny und Foster lehnen den Vorschlag von Sinn Fein ab.

Die Regierungen Irlands und Nordirlands haben nach dem Votum der Briten für den Austritt aus der EU den Vorschlag der nordirischen Partei Sinn Féin abgelehnt, die Nordiren über eine Vereinigung mit Irland abstimmen zu lassen. Der irische Premierminister Enda Kenny sagte am Freitag, es gebe "derzeit wesentlich wichtigere Fragen".

Irische Medien berichteten, die Abgeordneten würden zu einer Dringlichkeitssitzung am Montag aus der Sommerpause zurückgerufen.

Nordirland und Schotten für Verbleib in EU

Die nordirische Regierungschefin Arlene Foster wies den Vorschlag ebenfalls zurück. Die von London aus regierten Nordiren hatten bei dem Referendum am Donnerstag mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt. Der Sinn-Fein-Chef Declan Kearney hatte daraufhin einen Volksentscheid über die Vereinigung Nordirlands mit Irland vorgeschlagen.

Nordirland gehört mit Schottland, Wales und England zu Großbritannien. Neben den Nordiren hatten auch die Schotten bei dem Referendum mit 62 Prozent für den EU-Verbleib gestimmt.

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