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Golan-Höhen

Islamisten nehmen Blauhelme als Geiseln

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Nahe früher von Österreich gehaltener Position bei Quneitra.

Die Vereinten Nationen haben die Entführung von 43 UN-Blauhelmsoldaten auf den Golanhöhen am Donnerstagnachmittag bestätigt. Laut Medienberichten sollen die Friedenseinsatzkräfte aus den Philippinen von Mitgliedern der radikalislamischen Al-Nusra-Front gefangen genommen worden sein.

Entführung von 43 Blauhelm-Soldaten:

Hintergrund sind heftige Kämpfe zwischen der syrischen Armee und bewaffneten Extremisten.

Laut Angaben aus dem Verteidigungsministerium in Wien wurden die Soldaten an einer früher von Österreich gehaltenen Position, nahe dem Grenzübergang Quneitra gefangen genommen. Dieser wurde erst am Mittwoch von Rebellen der Al-Nusra-Front und anderen Aufständischen eingenommen.

Wie die UNO weiter mitteilte, wurden zudem weitere 81 Soldaten der sogenannten UNDOF-Mission an ihren Standorten eingekesselt.

Österreich stellte bis Juni 2013 Beobachter für die UN-Mission am Golan, zog sich jedoch dann in Folge einer vorübergehenden Einnahme Quneitras durch syrische Rebellen zurück.

Österreich hatte unter internationaler Kritik seine Blauhelme 2013 vor der Nationalratswahl nach langen Jahren vom Golan abgezogen.

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