Chuck Hagel (r.) und Moshe Yaalon (l.)

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Israel führte Angriff auf syrischen Konvoi durch

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Verteidigungsminister: Israel habe "gehandelt", um Waffenlieferung an Hisbollah zu unterbinden.

Zweieinhalb Monate nach einem Luftangriff auf einen Waffenkonvoi in Syrien hat sich Israel indirekt zu dem Einsatz bekannt. Verteidigungsminister Moshe Yaalon sagte am Montag in Tel Aviv, Israel habe "gehandelt", um zu verhindern, dass "ausgeklügelte Waffen" in die Hände der "Hisbollah oder anderer schurkischer Elemente" fielen. "Als sie diese rote Linie überschritten haben, haben wir gehandelt", sagte Yaalon bei einer Pressekonferenz mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel.

Yaalons Äußerungen wurden von den Teilnehmern der Pressekonferenz weitgehend einhellig als Bemerkungen zu dem umstrittenen Luftangriff am 30. Jänner auf den Konvoi in Syrien aufgefasst. Nach syrischen Angaben wurde ein Militärstützpunkt bei Damaskus attackiert. Syrien hatte Israel frühzeitig die Schuld für die Attacke gegeben, während Jerusalem bisher geschwiegen hatte.

Ein US-Regierungskreisen äußerte damals, der Angriff im Großraum von Damaskus habe einem mit Boden-Luft-Raketen beladenen Konvoi gegolten, dessen Zielort israelischen Befürchtungen zufolge die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon gewesen sei. Bei dem Angriff sei auch ein benachbarter Militärkomplex, in dem mutmaßlich chemische Kampfstoffe gelagert wurden, bombardiert worden.

Die israelfeindliche Hisbollah unterstützt die syrische Regierung unter Bashar al-Assad. Nach Angaben der syrischen Opposition kämpfen Elitekämpfer der Miliz an der Seite von Regierungstruppen in Syrien. Hisbollah-Kämpfer seien bei Kusseir an der Grenze zum Libanon im Einsatz, teilte der Chef der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, mit.

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