Netz-Skandal

Jubel nach Amoklauf: Polizei greift hart durch

Nach zwei brutalen Gewalttaten an Schulen in der Türkei sorgt jetzt etwas anderes für Entsetzen: Reaktionen im Netz. Behörden schlagen Alarm und gehen mit voller Härte gegen Nutzer vor. 

Nach zwei erschütternden Angriffen in der Türkei haben Ermittler drastische Maßnahmen gesetzt. Insgesamt wurden Haftbefehle gegen 83 Personen erlassen, weil sie die Taten online gefeiert oder Täter verherrlicht haben.

Hass im Netz eskaliert

Neben den Festnahmen gingen die Behörden noch weiter. Hunderte Social-Media-Profile wurden gesperrt, konkret rund 940 Accounts. Zusätzlich wurden dutzende Gruppen auf Telegram geschlossen, um die Verbreitung solcher Inhalte zu stoppen. Die Aktion zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird: Behörden sprechen von einem massiven Vorgehen gegen Gewaltverherrlichung im Internet.

Zwei Bluttaten als Auslöser

Ausgangspunkt der Maßnahmen sind zwei schwere Angriffe auf Schulen. Bei einer Tat erschoss ein 14-Jähriger neun Menschen und verletzte weitere. Laut Ermittlungen handelte er aus frauenfeindlichen Motiven und soll sich sogar auf frühere Attentäter bezogen haben.

Nur einen Tag davor kam es bereits zu einer weiteren Attacke: Ein junger Mann schoss an seiner ehemaligen Schule um sich, verletzte zahlreiche Menschen und nahm sich danach das Leben.

Staat setzt klares Zeichen

Die Behörden reagieren konsequent auf die Welle an schockierenden Online-Reaktionen. Wer Gewalt feiert oder Täter glorifiziert, gerät ins Visier der Ermittler. Mit den Festnahmen und Sperren soll ein klares Signal gesetzt werden: Hass und Jubel über solche Taten werden nicht toleriert.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten