Gaddafi starb nach 9mm-Kopfschuss

Details zum Diktator-Ende

Gaddafi starb nach 9mm-Kopfschuss

Die Rebellen spürten ihn in einem Erdloch auf - wie einst Saddam fand Gaddafi jetzt sein Ende. Ein 20-jähriger Rebell soll ihn erschossen haben.

 Der libysche Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi ist durch Schussverletzungen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Arzt im Krankenhaus von Misrata, in das der Leichnam von Sirte aus gebracht worden war. Gaddafi sei am Kopf und am Bauch von Schüssen getroffen worden, sagte der Arzt dem Nachrichtensender Al-Jazeerara. Der 20-jährige Rebell Mohammed al-Bibi wird jetzt als Held gefeiert: Er soll dem Diktator die Todes-Schüsse verpasst haben. Gaddafi selbst soll noch gefleht haben: "Nicht schießen, nicht schießen". Der Diktator war mit einem goldenen Colt bewaffnet. Doch in seiner letzten Stunde half auch dieser nicht. Der Rebell drückte ab. Gaddafi erlag seinen Verletzungen.

Der Vize-Vorsitzende des libyschen Nationalrates, Abdulhafiz Ghoga, hat den Tod Gaddafis ebenfalls bestätigt. "Wir können der Welt bekanntgeben, dass Muammar al-Gaddafi von Rebellenhand getötet wurde", erklärte er auf einer Pressekonferenz in Benghazi. "Die Tyrannei von Gaddafi ist damit zu Ende, das Kapitel ist abgeschlossen."


In diesem Loch versteckte sich der meistgesuchte Mann der Welt bis zuletzt:

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Ein Sprecher der Übergangsregierung sagte dem Nachrichtensender Al-Arabiya: "Hier in Tripolis feiern die Menschen schon auf den Straßen, aber wir haben noch keine sichere Bestätigung für seine Festnahme".

Er versteckte sich in Sirte


Gaddafi soll sich nach übereinstimmenden Berichten bis zuletzt  in Sirte aufgehalten haben. Seine Heimatstadt war am Donnerstag von Milizen des Übergangsrates nach wochenlangen Kämpfen erobert worden. Sirte war die letzte Bastion des Widerstandes der Gaddafi-Getreuen. Mit dem Fall von Sirte und der Festnahme Gaddafis wäre die 41 Jahre lange Herrschaft des langjährigen Diktators endgültig beendet.

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