Kim Jong-un

Agentur meldet

Nordkorea bereitet Raketentest vor

Raketenwerfer für Scud-Kurzstreckenraketen wurde in Stellung gebracht.

Nordkorea trifft laut einem südkoreanischen Medienbericht weitere Vorbereitungen für einen Raketentest. Die Streitkräfte des Nordens hätten zwei bewegliche Raketenwerfer für Scud-Kurzstreckenraketen an die Ostküste gebracht, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf einen südkoreanischen Militärvertreter. Dies zeigten Satellitenbilder. Nordkorea könne den Jahrestag der Gründung seiner Armee am 25. April zu einer Machtdemonstration nutzen, hieß es. Die Gedenkfeiern für Staatsgründer Kim Il-sung waren zuletzt ohne die erwarteten martialischen Gesten über die Bühne gegangen.

Yonhap zufolge verlagerte das nordkoreanische Militär bereits Anfang April zwei Musudan-Mittelstreckenraketen und postierte sieben bewegliche Raketenwerfer in der genannten Region. Der südkoreanische Armeevertreter wurde mit den Worten zitiert: "Das Militär beobachtet aufmerksam die jüngsten Vorbereitungen des Nordens für einen Raketentest."

Südkorea sieht keine ungewöhnlichen Aktivitäten
Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums wollte die Meldung nicht bestätigen. Er sagte lediglich, es gebe keine Anzeichen für ungewöhnliche Aktivitäten im Norden. Dieser feuert relativ regelmäßig zu Testzwecken Kurzstreckenraketen in das Meer vor seiner Ostküste.

Nordkorea hatte den USA, Südkorea und Japan in den vergangenen Wochen immer wieder mit Angriffen gedroht. Der Eskalation vorangegangen waren neue UNO-Sanktionen nach dem jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas im Februar. Die USA reagierten mit der Verlegung von Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen in die Region. In den vergangenen Tagen hatte sich die Lage allerdings wieder etwas entspannt. Nachdem die USA und Südkorea den Norden zu Gesprächen aufriefen, war auch dort von Dialog die Rede. Am Samstag allerdings bekräftigte Nordkorea, auf seine Atomwaffen nicht verzichten zu wollen, und wies damit eine Gesprächsbedingung der USA zurück. Das kommunistische Land zeigte sich aber zu Abrüstungsgesprächen bereit.

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