Renzi stellte Italiens neue Regierung vor

Koalition ist fix

Renzi stellte Italiens neue Regierung vor

Designierter Ministerpräsident stellte Kabinettsliste vor.

Die neue italienische Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Matteo Renzi ist fix. Der 39-jährige Chef der Demokratischen Partei (PD), der stärksten Gruppierung im italienischen Parlament, legte Staatspräsident Giorgio Napolitano am Freitag in Rom die Ministerliste vor. Die Vereidigung ist für Samstag um 11.30 Uhr geplant.

Das Gespräch mit Napolitano dauerte fast drei Stunden lang. Dies kam für politische Beobachter überraschend. Renzi war am Montag mit der Regierungsbildung beauftragt worden, nachdem er seinen Parteifreund Enrico Letta aus dem Amt gedrängt hatte.

Das neue italienische Kabinett um Matteo Renzi besteht aus 16 Mitgliedern, fünf weniger als in der Regierung seines Vorgängers Enrico Letta. Die Hälfte der Minister sind Frauen. Das gab es in Italien bisher noch nie.

Acht Frauen im Kabinett

Das neue Kabinett unter der Führung des 39-jährigen Sozialdemokraten ist eine Mischung aus Mitte-links-Politikern, aufsteigenden Sternen des italienischen Parlaments, parteiunabhängigen Experten und Neulingen des politischen Parketts. OECD-Chefvolkswirt Pier Carlo Padoan übernimmt in der neuen italienischen Regierung das Schlüsselressort Wirtschaft und Finanzen.

Angelino Alfano, Chef der Mitte-rechts-Partei NDC und stärkster Koalitionspartner von Renzis Demokratischer Partei (PD), bleibt wunschgemäß Innenminister, verliert jedoch den Posten des Vizepremiers. Der tatkräftige Renzi setzte keinen Stellvertreter ein. Zur Außenministerin rückt die 40-jährige PD-Parlamentarierin Federica Mogherini auf. Sie ersetzt die seit April 2013 amtierende Emma Bonino.

Neben Alfano wurden weitere Minister des Kabinetts Letta im Amt bestätigt. Das gilt für Infrastrukturminister Maurizio Lupi und Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzi, die wie Alfano der NDC angehören. Der bisherige Umweltminister Andrea Orlando wechselt an die Spitze des Justizressorts.

Der bisherige Minister für die Beziehungen zum Parlament, Dario Franceschini, wird im Kabinett Renzi als Kulturminister amtieren. Die Chefin von Renzis Koalitionspartner "Scelta Civica", Stefania Giannini, wurde zur Bildungsministerin ernannt.

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