KGB-Honigfalle

Schock-Bericht: War Epstein ein russischer Agent?

Wladimir Putin wurde in den Epstein-Akten 1.056 Mal erwähnt. 

Mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, Tausende Videos und weit mehr als 100.000 Fotos: Das US-Justizministerium hat am Freitag weitere Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Mehr als 1.000 Mal kommt dabei auch der Name Wladimir Putin vor.

KGB-Honigfalle

Wie die „Daily Mail“ berichtet, gibt es immer mehr Anzeichen, dass Russlands Geheimdienst Epsteins Sexring gesponsert hat, um belastendes Material gegen Reiche und Mächtige zu sammeln. „Es war die größte Honigfalle (Honey Trap) der Welt“, wird dabei eine anonyme Quelle zitiert. Epstein soll nach seiner ersten Verurteilung 2008 Putin mehrmals in Moskau besucht haben.

Epstein soll über seine Kontakte zu Robert Maxwell, dem Vater von Ghislaine Maxwell, erstmals mit der Welt der Spionage in Berührung gekommen sein. Laut Daily Mail beobachteten US-Sicherheitsdienste seine Verbindungen nach Russland über Jahre hinweg.

Epstein Maxwell
© Getty

Unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet die Daily Mail außerdem, Robert Maxwell habe bereits seit den 1970er-Jahren als Agent für Russland gearbeitet und später russische Gelder in den Westen transferiert. US-Sicherheitsbeamte gehen zudem davon aus, dass Epstein über langjährige Kontakte zum russischen organisierten Verbrechen verfügte, das ihn möglicherweise unter Druck setzte oder erpresste. Dies könnte auch erklären, warum es Epstein offenbar vergleichsweise mühelos gelang, junge Frauen aus Russland einfliegen zu lassen.

Vorwürfe nicht neu

Bereits im November hatte Politico berichtet, dass Epstein im Jahr 2018 – rund vier Wochen vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Wladimir Putin in Helsinki – versucht habe, eine Botschaft an die russische Führung zu übermitteln. In einer E-Mail vom 24. Juni 2018 an Thorbjørn Jagland, den damaligen Generalsekretär des Europarates und ehemaligen norwegischen Ministerpräsidenten, schrieb Epstein: „Wenn Sie Trump verstehen wollen, sprechen Sie mit mir. Ich denke, Sie könnten Putin vorschlagen, dass Lawrow Einblicke gewinnen kann, wenn er mit mir spricht.“ Mit „Lawrow“ war dabei eindeutig der langjährige russische Außenminister Sergej Lawrow gemeint.

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