Fortnite-Streamer

Schule abgebrochen: Mit 17 hatte er seine erste Million

Schule abbrechen, alles auf ein Videospiel setzen und damit Millionär werden? Was für viele Eltern wie ein Albtraum klingt, wurde für Rezon Realität. Der heute 19-jährige Fortnite-Streamer, bürgerlich Lennard, erklärt, wie er sein Hobby zum Beruf machte. 

Rezon gehört zu den erfolgreichsten Fortnite-Spielern Deutschlands. Schon als Teenager entwickelte er eigene Spielwelten, sogenannte Maps. Je häufiger diese von der Community genutzt werden, desto höher fallen die Einnahmen aus. „Meine erfolgreichste Map hat insgesamt einen siebenstelligen Betrag eingebracht“, sagt Rezon im Interview mit der "Bild". Das Geld stammt von Epic Games, dem Entwickler von Fortnite. Rund 30 Prozent der Umsätze werden an Creator ausgeschüttet, deren Inhalte besonders stark gespielt werden.

600.000 Euro im Monat

Besonders lukrativ war der Dezember 2024. „Mein bester Monat lag bei 600.000 Euro“, erzählt der Streamer. Nach eigenen Angaben war er bereits mit 17 Jahren Millionär. Transparenz sei ihm dabei wichtig: „Mich hat es selbst motiviert, wenn andere Creator offen über Geld gesprochen haben. Ich glaube, es ist wichtig zu zeigen, dass man es schaffen kann.“ Gleichzeitig betont er, dass Geld nicht alles sei und viele Berufe gesellschaftlich deutlich relevanter seien.

Trotz Millionen KEIN Luxus

Trotz des frühen Reichtums blieb der große Luxus bislang aus. Rezon investiert den Großteil seiner Einnahmen. „Ich weiß, dass es nicht jeden Tag so läuft und auch nicht für immer“, sagt er. Eine wichtige Rolle spielt dabei seine Familie. Seine Eltern hätten ihn früh zur Vorsicht ermahnt: „Sie sagten mir: ‚Lenny, das hält nicht ewig, sei klug mit deinem Geld.‘“

Seinen eigenen Weg empfiehlt Rezon allerdings niemandem zur Nachahmung. Er brach die Schule nach der neunten Klasse ab, um sich voll auf Fortnite zu konzentrieren. „Das würde ich niemandem raten“, sagt er klar. Schule, soziales Umfeld und realistische Einschätzungen seien entscheidend. Sein Erfolg sei das Ergebnis vieler glücklicher Umstände – und für die meisten Jugendlichen bleibe Gaming als Karriere ein großes Risiko.

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