Separatisten lassen vier OSZE-Geiseln frei

Ostukraine

Separatisten lassen vier OSZE-Geiseln frei

Aber: OSZE verliert Kontakt zu weiterem Team.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat den Kontakt zu weiteren vier Beobachtern in der Ostukraine und ihrem ukrainischen Übersetzer verloren. Die Verbindung sei am Donnerstagabend gegen 19.00 Uhr abgebrochen, teilte die OSZE am Freitag mit. Das Team sei in der Stadt Sewerodonezk gestoppt worden, die etwa hundert Kilometer nördlich von Luhansk liegt. Die OSZE-Mitglieder seien "in Sewerodonezk von Bewaffneten festgenommen worden", erklärte die OSZE.

Keinen Kontakt zu dem seit Montag vermissten Team
Weiterhin keine Verbindung habe man zu den seit Montag im ostukrainischen Slawjansk von Separatisten festgehaltenen vier OSZE-Beobachtern. Dieses Team mit vier Beobachter wird in der Ostukraine bereits seit dem 26. Mai vermisst. Die OSZE ging in der Mitteilung nicht auf Angaben von prorussischen Separatisten ein, wonach diese am Freitag vier verschleppte Beobachter wieder auf freien Fuß gesetzt hätten. Sie seien verwarnt worden, sich künftig nicht mehr ohne Voranmeldung auf dem Gebiet der selbst ernannten "Volksrepublik Lugansk" aufzuhalten, sagte Separatistenführer Alexej Tschmilenko der russischen Agentur Interfax.

Die Mitarbeiter der OSZE sollen den friedlichen Übergang zur Normalität in der Ukraine sichern. Bereits Anfang Mai war eine von Separatisten festgenommene Beobachtergruppe nach einer Woche freigelassen worden. Damals hatte sich ein russischer Unterhändler in die Bemühungen um die Freilassung der Männer eingeschaltet.

Austro-Geisel spricht über ihre Entführung
Der Kärntner OSZE-Beobachter in der Ukraine, der als eine von elf Geiseln am Mittwoch von prorussischen Separatisten entführt wurde, erzählt in ÖSTERREICH über diese bangen acht Stunden. Die gesamte Story lesen Sie hier >>>

Ukraine will weiter Härte zeigen - trotz Warnungen aus Moskau
Die ukrainische Regierung will ungeachtet militärischer Rückschläge und massiver Warnungen aus Russland ihre Offensive gegen die Separatisten im Osten des Landes mit aller Härte fortsetzen. "Unsere Aufgabe ist es, Frieden und Ordnung in die Region zu bringen", sagte der Verteidigungsminister Michailo Kowal am Freitag in Kiew.

Er warf Russland erneut vor, verdeckte militärische Einsätze auf Seiten der Rebellen zu steuern. Er kündigte an, das ukrainische Militär werde die Einsätze im Grenzgebiet zu Russland fortsetzen, bis dort Normalität eingekehrt sei.

Die Separatisten haben am Donnerstag mit dem Abschuss eines Armee-Hubschraubers den Regierungstruppen einen der schwersten Verluste seit Beginn der Kämpfe zugefügt. Dabei wurden mindestens 12 Soldaten getötet, darunter ein General. Die Kiewer Regierung erklärte, der Helikopter sei nahe Slawjansk mit russischen Luftabwehrraketen beschossen worden. Die Rebellen haben seit Anfang April die Kontrolle über die Stadt und hielten seit Montag auch vier OSZE-Beobachter als Geiseln fest, die sich nach eigenen Angaben jedoch wieder freigelassen haben.
 

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