Sprengstoff-Paket an Schäuble kam aus Griechenland

Alarm in Berlin

Sprengstoff-Paket an Schäuble kam aus Griechenland

Im Finanzministerium in Berlin wurde ein Paket mit Sprengstoff abgefangen.

Im deutschen Finanzministerium ist am Mittwoch ein Paket mit Sprengstoff abgefangen worden. Das enthaltene Gemisch "wäre geeignet gewesen, erhebliche Verletzungen beim Öffnen des Pakets zu verursachen", hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung der Berliner Polizei. Ein sogenanntes Blitzknallgemisch werde häufig bei der Herstellung von Pyrotechnik eingesetzt. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung war das Paket direkt an den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble adressiert. Der CDU-Politiker stellte am Mittwoch in der Bundespressekonferenz die neue Haushaltsplanung der Bundesregierung bis zum Jahr 2021 vor.

Wie ebenfalls die "Bild" aus Polizeikreisen erfahren haben will, soll das Paket aus Griechenland stammen. Der Absender verwendete demnach den Namen des griechischen Abgeordneten Adonis Spyridon Georgiadis aus Athen. "Es ist leider wahr. Das ist meine Adresse. Der oder die Terroristen haben wohl meinen Namen genommen, weil ich in Griechenland als Freund Deutschlands und von Herrn Schäuble gelte", bestätigte er die Vermutungen gegenüber dem deutschen Medium.

Gefährliches Paket abgefangen

In der Poststelle des Ministeriums in Berlin nahe dem Potsdamer Platz sei am Vormittag in einem Paket beim routinemäßigen Röntgen ein verdächtiger Gegenstand aufgefallen, erläuterte eine Polizeisprecherin. Spezialisten des Kriminaltechnischen Instituts hätten nach einer ersten Begutachtung eine Gefahr nicht ausschließen können. Die Mitarbeiter mussten daher die Postverteilerstelle und umliegende Räume verlassen. Das Paket wurde geröntgt und anschließend zur weiteren Untersuchung auf den Sprengplatz in Grunewald gebracht. Die Untersuchungen zum Gegenstand und den Hintergründen der Tat dauerten am späten Nachmittag an, teilte die Polizei mit.

  

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